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Bitcoin: BitGo warnt vor Konzentration

Veröffentlicht: 09.07.2026 um 15:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de

BitGo-Chef Mike Belshe sieht strukturelle Gefahren durch konzentrierte Bitcoin-BestÀnde und treibt Schutz vor Quantencomputern voran.

Bitcoin-Warnung: BitGo-Chef warnt vor Risiken durch Großhalter
Ein goldenes Bitcoin-Symbol wirft lange Schatten auf eine dunkle OberflĂ€che, mit einem verschwommenen digitalen Netzwerk im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Ein einzelner Großhalter, der einen zweistelligen Anteil des begrenzten Bitcoin-Angebots kontrolliert – fĂŒr BitGo-Chef Mike Belshe ein Warnsignal. Anlass ist der jĂŒngste Verkauf von Strategy, dem grĂ¶ĂŸten Bitcoin-Bestandshalter unter den börsennotierten Unternehmen. Belshes Aussage trifft einen Nerv, weil sie eine Debatte eröffnet, die ĂŒber ein einzelnes Unternehmen hinausgeht.

Wie viel Bitcoin darf einem gehören?

Strategy hĂ€lt aktuell 843.775 Bitcoin, umgerechnet knapp vier Prozent der auf 21 Millionen begrenzten Gesamtmenge. Zwischen dem 29. Juni und dem 5. Juli verkaufte das Unternehmen 3.588 Bitcoin fĂŒr 216 Millionen Dollar – der grĂ¶ĂŸte Einzelverkauf seit Beginn der Akkumulationsstrategie im Jahr 2020. Laut Unternehmensangaben flossen die Erlöse in die Bedienung von Vorzugsdividenden und den Aufbau der Dollar-Reserven.

Belshe wollte keine Prognose zu möglichen Kurseffekten abgeben, sieht aber ein strukturelles Problem: Wird ein Anteil zu groß, wird der Halter selbst zum Risikofaktor, den der Markt einpreisen muss. Als Referenzpunkt nannte er das selbst gesetzte Limit von Bitmine Immersion Technologies, das seinen Ether-Bestand auf maximal fĂŒnf Prozent des Gesamtangebots begrenzen will – ein Modell, das sich seiner EinschĂ€tzung nach auch auf Bitcoin-Großhalter ĂŒbertragen ließe.

Schutz vor einer fernen, aber realen Bedrohung

Parallel zur Konzentrationsdebatte treibt BitGo ein zweites Thema voran: den Schutz institutioneller Bitcoin-Wallets vor Quantencomputern. Neue Werkzeuge sollen in den kommenden Wochen helfen, das sogenannte Quanten-Risiko in UTXO-basierten Wallets zu bewerten und zu reduzieren – unter anderem ĂŒber eine zum Patent angemeldete Methode, die einzelne Guthaben-Reste gezielt gruppiert und priorisiert. Hintergrund ist eine Analyse von Coinbases unabhĂ€ngigem Quanten-Beirat, wonach rund sieben Millionen Bitcoin in Adressen liegen, die einem kĂŒnftigen Quantenangriff ausgesetzt wĂ€ren.

Im breiteren Marktumfeld bleibt Bitcoin zuletzt unter Druck steigender Anleiherenditen, wĂ€hrend Anleger mit einer lĂ€nger restriktiven Fed-Politik rechnen – ein Umfeld, das auch Gold und Silber zusetzt.

Auf der regulatorischen Ebene bleibt der Clarity Act die offene Baustelle. Der Senat kehrte am 13. Juli aus der Sommerpause zurĂŒck, bis zur nĂ€chsten Sitzungspause am 7. August bleiben rund drei Wochen – nach EinschĂ€tzung von Marktbeobachtern das letzte realistische Zeitfenster fĂŒr eine Verabschiedung noch in diesem Jahr.

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