Bitcoin, Schwab

Bitcoin: Schwab öffnet Spot-Handel für 35 Millionen Kunden

14.05.2026 - 02:55:10 | boerse-global.de

Der US-Broker öffnet den Krypto-Handel für Privatkunden, während Bitcoin unter makroökonomischem Druck leidet.

Bitcoin: Schwab öffnet Spot-Handel für 35 Millionen Kunden - Foto: über boerse-global.de
Bitcoin: Schwab öffnet Spot-Handel für 35 Millionen Kunden - Foto: über boerse-global.de

Charles Schwab rückt Bitcoin näher an den klassischen Brokerage-Alltag. Der US-Finanzdienstleister startet direkten Spot-Handel mit Bitcoin und Ether für berechtigte Retailkunden – und trifft damit auf einen Markt, der zwischen institutioneller Öffnung und makroökonomischem Gegenwind schwankt. Das dürfte spannend werden, weil Schwab nicht irgendein Broker ist.

Krypto im vertrauten Depot

Schwab verwaltet rund 12 Billionen US-Dollar an Kundengeldern. Eine erste Kundengruppe kann Bitcoin und Ether nun direkt über Schwab Crypto handeln, eingebunden in Schwab.com und thinkorswim. Bislang führte der Weg meist über Krypto-ETFs, Futures-Produkte oder börsennotierte Kryptowerte.

Operativ setzt Schwab auf ein zweigeteiltes Modell. Paxos übernimmt die Ausführung der Trades und Sub-Custody-Dienste, während Schwab Premier Bank als primärer Verwahrer agiert. Für viele Privatanleger sinkt damit die Hürde: Sie müssen nicht zu einer eigenständigen Kryptobörse wechseln.

Der Preis ist ein wichtiges Signal. Schwab verlangt 75 Basispunkte pro Transaktion und bleibt in New York sowie Louisiana vorerst außen vor. Fidelity Crypto berechnet für Käufe und Verkäufe ein Prozent, Robinhood liegt je nach Ausführung darunter oder darüber, Coinbase kann im Retailbereich deutlich teurer werden.

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Klassische Finanzhäuser ziehen nach

Mit rund 35 Millionen Kunden besitzt Schwab eine Vertriebsmacht, die im Kryptomarkt selten ist. Das Angebot kommt zu einem Zeitpunkt, an dem klassische Finanzhäuser ihre Krypto-Palette ausweiten. Morgan Stanley hat mit dem Morgan Stanley Bitcoin Trust einen Spot-Bitcoin-ETF gestartet, Goldman Sachs reichte Unterlagen für einen Bitcoin-Income-ETF ein.

Die Nachfrage ist nicht neu. Schwab-Kunden halten bereits rund 20 Prozent der Vermögenswerte in US-Spot-Krypto-ETPs. Der direkte Handel ist damit weniger ein Sprung ins Unbekannte als ein Versuch, bestehendes Interesse stärker im eigenen Ökosystem zu bündeln.

Makrodruck bremst Bitcoin

Die Marktstimmung bleibt angespannt. Bitcoin notiert aktuell bei 78.828 US-Dollar und verliert am Mittwoch 3,55 Prozent. Auf Monatssicht steht zwar ein Plus von 11,41 Prozent, seit Jahresanfang liegt die Kryptowährung aber klar im Minus.

Belastend wirkt der jüngste US-Inflationsbericht. Die April-Teuerung erreichte 3,8 Prozent, den höchsten Stand seit 2023. Zinssenkungen gelten damit für 2026 als unwahrscheinlich; Bank of America verschob ihre Erwartung für den ersten Schritt in die zweite Hälfte des Folgejahres.

Technisch sendet Bitcoin gemischte Signale. Der Kurs liegt gut über dem 50-Tage-Durchschnitt, aber unter der 200-Tage-Linie. Der RSI von 48,5 spricht eher für einen neutralen Markt als für eine überhitzte Bewegung.

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Peking als Risikofaktor

Der Staatsbesuch von US-Präsident Donald Trump in China hat keine direkte Krypto-Agenda. Trotzdem kann das Treffen mit Xi Jinping Kapitalflüsse, Dollar-Liquidität und die Risikobereitschaft am Markt beeinflussen. In Trumps Delegation reisen unter anderem Elon Musk, Tim Cook, Larry Fink und Jensen Huang mit.

Für Bitcoin zählt besonders der handelspolitische Kanal. Trumps Zölle auf chinesische Importe hatten bereits früher Druck auf Hersteller von Mining-Ausrüstung wie Bitmain, Canaan und MicroBT ausgeübt. Neue Signale aus Peking könnten deshalb stärker wirken als viele Schlagzeilen aus der Kryptobranche.

Am Ende treffen zwei Kräfte aufeinander: Schwab macht den Zugang zu Bitcoin und Ether für Millionen klassischer Brokerage-Kunden einfacher, während Inflation, Zinserwartungen und US-China-Politik die Risikoneigung dämpfen. Kurzfristig bleibt die Marke um den 200-Tage-Durchschnitt bei rund 82.400 US-Dollar der naheliegende Prüfstein; darunter bleibt die Erholung anfällig.

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