BlackBerry Aktie: Canaccord erhöht Kursziel
26.06.2026 - 15:25:02 | boerse-global.de
Starke Quartalszahlen, ein Kursanstieg von ĂŒber 130 Prozent seit den April-Tiefs und jetzt eine Kurszielstudie â BlackBerry liefert dieser Tage reichlich GesprĂ€chsstoff.
Canaccord Genuity hat das Kursziel fĂŒr die Aktie auf 10,30 Dollar angehoben, zuvor lag es bei 8,20 Dollar. Das Rating bleibt bei "Hold". BegrĂŒndung: Das erste Quartal ĂŒberzeugte durch bessere ProfitabilitĂ€t als erwartet. Beide GeschĂ€ftssegmente skalieren schneller als gedacht und haben die sogenannte Rule-of-40-Schwelle ĂŒberschritten â ein MaĂstab, der Wachstum und Marge kombiniert bewertet.
Zahlen schlagen Erwartungen deutlich
BlackBerry meldete fĂŒr das im Mai beendete erste Quartal einen Umsatz von 152,9 Millionen Dollar â erheblich ĂŒber den prognostizierten rund 133,8 Millionen Dollar. Beim bereinigten Gewinn je Aktie landete das Unternehmen bei 0,04 Dollar, einen Cent ĂŒber der KonsensschĂ€tzung.
Das Management hob die Jahresprognose um ungefĂ€hr die GröĂe des Quartals-Beats an, baute aber nicht weiter darauf auf. Canaccord wertet das als konservative Haltung fĂŒr die zweite JahreshĂ€lfte â fĂŒr Analysten ein vertrautes Muster, das EnttĂ€uschungen vermeiden soll, aber auch wenig Fantasie lĂ€sst.
Bewertung als Stolperstein
Hier liegt der Haken. Die Aktie hat seit den April-Tiefs mehr als 130 Prozent zugelegt, allein in der vergangenen Woche waren es rund 23 Prozent. Damit nĂ€hert sie sich mit rund 10,34 Dollar dem 52-Wochen-Hoch von 10,93 Dollar. Das von Canaccord angehobene Kursziel liegt faktisch auf aktuellem Kursniveau â kein Wunder, dass die Analysten das Papier bei "Hold" belassen und betonen, auf diesen Niveaus nicht zu kaufen.
Das AufwĂ€rtspotenzial ist nach der Rally schlicht begrenzt. Wer die Aktie noch nicht hĂ€lt, zahlt heute fĂŒr eine ProfitabilitĂ€tswende, die der Markt bereits eingepreist hat.
Hauptversammlung ohne Ăberraschung
Neben den Quartalszahlen hielt BlackBerry seine Jahreshauptversammlung ab. Alle acht nominierten Direktoren wurden gewĂ€hlt. Barry Mainz erhielt mit knapp 99 Prozent der Stimmen die höchste Zustimmung, Richard Lynch mit gut 84 Prozent die geringste â solide Werte ohne nennenswerten Widerstand.
Das nĂ€chste konkrete Datum fĂŒr frische Impulse ist der nĂ€chste Quartalsbericht. Bis dahin entscheidet vor allem die Frage, ob das Unternehmen die konservative Jahresprognose erneut ĂŒbertreffen kann â oder ob der Markt diesmal weniger gnĂ€dig reagiert.
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