BMW Aktie: 102.700 US-Fahrzeuge im Q2
03.07.2026 - 17:35:02 | boerse-global.de
Starke Nachfrage im Westen, aber eine tiefrote Jahresbilanz. Bei BMW klaffen operative US-Zahlen und Aktienkurs aktuell weit auseinander. WĂ€hrend das Papier massiv an Wert verlor, liefert Nordamerika ĂŒberraschend krĂ€ftige Wachstumssignale.
Im zweiten Quartal verkaufte der Autobauer in den USA gut 102.700 Fahrzeuge. Das entspricht einem satten Plus von 13 Prozent. Besonders die bulligen X-Modelle treiben das GeschÀft an. Diese leichten GelÀndewagen machen mittlerweile mehr als die HÀlfte des dortigen Absatzes aus.
Ein Blick auf die Antriebe zeigt eine klare Verschiebung. Plug-in-Hybride verzeichnen einen starken Anstieg um fast 23 Prozent. Parallel dazu bricht der Verkauf von reinen Elektroautos um gut 18 Prozent ein. KÀufer zögern. Laut BMW warten sie auf neue Modellvarianten wie den i7.
Neue Modelle sollen Flaute beenden
Eigentlich sollte der neue iX3 bereits im Sommer starten. Der Konzern verschiebt die US-MarkteinfĂŒhrung jedoch auf den 25. September. Interessenten können das Elektro-SUV ab sofort fĂŒr rund 61.500 US-Dollar reservieren. Die offizielle EPA-Reichweite liegt bei 434 Meilen.
Ende 2026 folgt ein weiterer Schritt. Dann startet in Spartanburg die Produktion des vollelektrischen iX5. Diese Neuerungen sind wichtig fĂŒr das Nordamerika-GeschĂ€ft. Im ersten Halbjahr stieg der reine BMW-Absatz dort um 4,7 Prozent. Die Marke MINI bĂŒĂte indes 6,0 Prozent ein.
Aktie bleibt im Keller
Trotz der soliden US-Daten notiert die BMW-Aktie am Freitag bei 60,40 Euro. Das bedeutet ein minimales Tagesminus von 0,43 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf gut ein Drittel. Damit bewegt sich der Kurs in greifbarer NĂ€he seines bisherigen Jahrestiefs.
Einige Marktbeobachter sehen hier eine Einstiegschance. Die Investmentbank Bernstein Research bestĂ€tigt ihr "Outperform"-Rating fĂŒr den Autobauer. Analyst Stephen Reitman nennt ein klares Kursziel von 85 Euro.
Nun rĂŒckt die europĂ€ische Konkurrenz in den Fokus. Die Quartalsberichte von Audi und Mercedes in den nĂ€chsten Tagen ordnen die BMW-Zahlen endgĂŒltig ein. Bleibt die Nachfrage in China branchenweit schwach, wird der US-Markt zum entscheidenden Pfeiler fĂŒr das Jahresergebnis.
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