BMW Aktie: 26.119 Neuzulassungen, 36,76% Minus YTD
04.07.2026 - 22:38:31 | boerse-global.de
BMW verkauft in Deutschland mehr Autos als Mercedes und Audi zusammen aufholen können. Die Aktie honoriert das nicht. Zwischen operativer Stärke und Börsenreaktion klafft eine auffällige Lücke.
Deutschland: BMW überholt die Konkurrenz
Im Juni 2026 meldet BMW 26.119 Neuzulassungen in Deutschland. Das sind 18,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Mercedes-Benz kommt auf 23.728 Einheiten, ein Plus von 5,9 Prozent. Audi folgt mit 19.097 Neuzulassungen auf Platz drei, das Wachstum von 17,1 Prozent stützt sich vor allem auf ein schwaches Vorjahr.
Tochtermarke Mini legt noch deutlicher zu. Mit 4.936 Neuzulassungen steigt der Absatz um 59,7 Prozent. Der Trend zur Elektrifizierung zieht sich durch den gesamten Markt: 28,4 Prozent aller Neuzulassungen fahren ohne Verbrennungsmotor vom Hof, ein Plus von 78,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Der starke Juni verändert auch die Halbjahresbilanz. BMW zieht mit 126.766 Einheiten und einem Plus von 6,5 Prozent an Mercedes vorbei. Die Stuttgarter liegen mit 125.960 Einheiten leicht im Minus, 0,8 Prozent unter Vorjahr.
USA liefern zusätzlichen Rückenwind
Auch in den Vereinigten Staaten läuft es für BMW rund. Der US-Absatz steigt im zweiten Quartal um 13,0 Prozent auf 102.713 Einheiten. Pkw- und SUV-Baureihen tragen mit 12,8 beziehungsweise 13,2 Prozent nahezu gleichmäßig dazu bei.
Mini schwächelt dagegen auf dem US-Markt. Der Absatz sinkt im zweiten Quartal um 2,1 Prozentpunkte auf 7.456 Einheiten. Über das erste Halbjahr gerechnet bleibt BMW dennoch 4,7 Prozent im Plus, während Mini um 6,0 Prozent schrumpft. Für die gesamte BMW Group ergibt sich damit ein moderates Halbjahresplus von 3,9 Prozent in den USA.
Aktie bleibt im Abwärtstrend gefangen
Die guten Absatzzahlen erreichen den Aktienkurs bislang nicht. Zum Wochenschluss notiert das Papier bei 60,66 Euro, ein Plus von 0,26 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht ein Zuwachs von 2,92 Prozent zu Buche.
Der 30-Tage-Trend zeigt allerdings mit minus 15,11 Prozent klar nach unten. Seit Jahresbeginn hat die Aktie 36,76 Prozent verloren, auf Zwölfmonatssicht sind es 22,55 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 97,90 Euro vom 9. Dezember 2025 trennen das Papier inzwischen 38,04 Prozent.
Zum Jahrestief von 57,06 Euro vom 30. Juni 2026 sind es dagegen nur noch 6,31 Prozent. Der Kurs verläuft mit 71,09 Euro beim 50-Tage-Durchschnitt und 82,56 Euro beim 200-Tage-Durchschnitt weiterhin deutlich unter beiden Referenzlinien. Der RSI von 35,4 deutet auf eine überverkaufte Aktie hin, die Volatilität liegt bei 31,83 Prozent.
China überschattet die Erholung im Kerngeschäft
Trotz starker Zahlen aus Deutschland und den USA dominiert an der Börse ein anderes Thema. BMW hatte seine Gewinnerwartungen für das Segment Automobile deutlich gesenkt. Als Hauptgrund gilt die schwache Nachfrage in China.
Ob die Absatzstärke in den westlichen Kernmärkten das Vertrauen der Anleger zurückgewinnt, dürfte sich erst zeigen, wenn BMW im weiteren Sommerverlauf konkrete Zahlen zum zweiten Quartal vorlegt. Bis dahin bleibt die Diskrepanz zwischen operativem Erfolg und Kursverlauf bestehen.
BMW-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BMW-Analyse vom 4. Juli liefert die Antwort:
Die neusten BMW-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BMW-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BMW: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
