BMW, Vorzugsaktien

BMW: Vorzugsaktien am 13. Mai zur Umwandlung

28.04.2026 - 05:32:51 | boerse-global.de

BMW plant die Abschaffung der Vorzugsaktien und einen neuen Konzernchef. Die Hauptversammlung im Mai fĂ€llt in ein schwieriges Marktumfeld mit rĂŒcklĂ€ufigen Verkaufszahlen.

BMW: Vorzugsaktien am 13. Mai zur Umwandlung - Foto: ĂŒber boerse-global.de
BMW: Vorzugsaktien am 13. Mai zur Umwandlung - Foto: ĂŒber boerse-global.de

Am 13. Mai 2026 trifft sich BMW in MĂŒnchen zu einer Hauptversammlung, die mehr als eine Routineveranstaltung ist. Neuer Konzernchef, neue Aktienstruktur, erste Quartalszahlen aus einem schwierigen Jahr — alles auf einmal.

Vorzugsaktien sollen verschwinden

Der weitreichendste Beschluss auf der Tagesordnung betrifft die Aktienstruktur. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, alle rund 54,7 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien in stimmberechtigte Stammaktien umzuwandeln. Der Gewinnvorzug entfĂ€llt dabei. Anschließend gĂ€be es nur noch eine einzige Aktiengattung bei BMW.

FĂŒr die Umwandlung braucht es zwei BeschlĂŒsse: einen auf der regulĂ€ren Hauptversammlung und einen Sonderbeschluss der VorzugsaktionĂ€re. Letztere treffen sich direkt im Anschluss, frĂŒhestens ab 13:00 Uhr MESZ. Zur Abstimmung steht außerdem die Dividende fĂŒr 2025 — vorgeschlagen sind 4,40 Euro je Stammaktie und 4,42 Euro je Vorzugsaktie.

Zipse geht, Nedeljkovi? kommt

Die HV markiert zugleich das Ende einer Ära. Oliver Zipse ĂŒbergibt den Vorstandsvorsitz nach 35 Jahren im Unternehmen planmĂ€ĂŸig. Sein Nachfolger wird Milan Nedeljkovi?, bisher Produktionsvorstand, mit einem Vertrag bis 2031.

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Bereits vor der Hauptversammlung liefert BMW Zahlen: Die Quartalsmitteilung zum 31. MĂ€rz 2026 erscheint am 6. Mai.

Schwieriges Umfeld, starkes Europa

Der Kontext ist herausfordernd. Im ersten Quartal 2026 lieferte die BMW Group weltweit rund 565.700 Fahrzeuge aus — ein RĂŒckgang von 3,5 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. China drĂŒckt dabei besonders: Minus 10 Prozent im wichtigsten Einzelmarkt.

Europa lĂ€uft gegen den Trend. In Deutschland wuchs der Absatz um 10,7 Prozent, europaweit um drei Prozent. Im Premiumvergleich hĂ€lt sich BMW mit minus 4,6 Prozent noch am besten — Mercedes verlor 6,0 Prozent, Audi 6,1 Prozent. Den Abstand auf Mercedes-Benz baute BMW auf ĂŒber 76.000 Einheiten aus.

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FĂŒr das Gesamtjahr rechnet das Management mit einem Zolleffekt von rund 1,25 Prozentpunkten auf die EBIT-Marge. Der Free Cashflow im Automobilsegment soll trotzdem ĂŒber 4,5 Milliarden Euro liegen.

Die Aktie spiegelt das schwierige Umfeld wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier knapp 17 Prozent verloren und notiert mit rund 79,66 Euro deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 86,40 Euro. Ob Strukturwandel und neues FĂŒhrungsduo das Vertrauen der MĂ€rkte zurĂŒckgewinnen, wird sich spĂ€testens mit den Q1-Zahlen am 6. Mai zeigen — noch vor dem großen Tag im MĂŒnchner Veranstaltungszentrum.

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