Bosch trotz Krise auf Klimakurs: Emissionen sinken, Gewinne leiden
17.04.2026 - 18:11:02 | boerse-global.deDer Technologiekonzern Bosch hat trotz wirtschaftlicher Turbulenzen und eines umfassenden Umbaus seine Klimaziele vorangetrieben. Das geht aus dem Nachhaltigkeitsbericht für 2025 hervor, den das Unternehmen am Donnerstag vorstellte.
Deutliche Fortschritte in der gesamten Wertschöpfung
Die Bilanz fällt in zentralen Umweltkennzahlen positiv aus: Gegenüber 2018 hat Bosch seine direkten Emissionen (Scope 1 und 2) um 83 Prozent gesenkt. Noch bedeutender ist der Fortschritt bei den indirekten Scope 3-Emissionen aus der Lieferkette und der Produktnutzung. Hier gelang eine Reduktion um 34 Prozent – der Konzern liegt damit bereits über seinem Ziel für 2030.
Während Großkonzerne wie Bosch massiv in den ökologischen Umbau investieren, bietet der boomende Wasserstoffmarkt auch für Privatanleger enorme Chancen. Dieser kostenlose Report analysiert drei ausgewählte Aktien, die als Profiteure der neuen Energiewelt gelten. 1,4 Billionen Dollar Markt bis 2050: Diese 3 Wasserstoff-Aktien könnten jetzt explodieren
Verantwortlich dafür sind vor allem die fortschreitende Elektrifizierung des Portfolios und ein strenges Programm für Lieferanten. Anfang 2026 arbeitete Bosch bereits mit über 1.270 Zulieferern an konkreten Klimazielen. Die verbleibenden Emissionen, die durch CO?-Kompensation ausgeglichen werden müssen, sanken auf rund 555.000 Tonnen.
Profitabilität unter Druck – Milliarden für den Umbau
Während die Ökobilanz glänzt, zeigte das Geschäftsjahr 2025 die Spuren der globalen Konjunkturschwäche und eines tiefgreifenden Strukturwandels. Der Umsatz stieg leicht auf 91,0 Milliarden Euro. Die operative EBIT-Marge brach jedoch von 3,5 auf 2,0 Prozent ein.
Hauptgrund sind Sonderaufwendungen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro für den geplanten Personalabbau und strukturelle Anpassungen. Allein im Mobilitätsgeschäft schrumpfte die Belegschaft um etwa 5.400 Stellen. Finanzvorstand Markus Forschner verteidigte die Maßnahmen als notwendige Investition in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.
Wachstumstreiber China und Zukunftstechnologien
Regional erwies sich China erneut als starker Motor. Der Umsatz stieg dort um 4,9 Prozent. Global bleibt der Mobilitätsbereich mit 56 Milliarden Euro Umsatz das größte Standbein. Bosch sicherte sich zuletzt Aufträge über 10 Milliarden Euro für intelligente Fahrerassistenzsysteme.
Die Investitionen in Forschung und Entwicklung blieben mit rund 12 Milliarden Euro auf hohem Niveau. Über 6.300 Patentanmeldungen unterstreichen die Innovationskraft. Für die Zukunft setzt der Konzern weiter auf Schlüsseltechnologien wie Wasserstoff, künstliche Intelligenz und automatisiertes Fahren.
Die von Bosch forcierten Technologien wie Brennstoffzellen stehen im Zentrum einer globalen Energierevolution. Welche Unternehmen neben den Branchenriesen das größte Kurspotenzial in diesem Bereich aufweisen, enthüllt dieser kostenlose Spezialreport. Gratis-Report: Diese Brennstoffzellen-Aktien haben das größte Kurspotenzial
Ausblick: Erholung der Marge im Fokus
Für 2026 rechnet Bosch mit anhaltend schwierigen Rahmenbedingungen. Geopolitische Spannungen und Handelshemmnisse belasten weiterhin die globale Wirtschaft. Dennoch strebt das Unternehmen eine Erholung der Profitabilität an.
Die Umsatzerwartung liegt bei einem Wachstum von 2 bis 5 Prozent. Entscheidend ist die prognosticierte operative Marge von 4 bis 6 Prozent, die von den Sparwirkungen des Umbaus getragen werden soll. Vorstandsvorsitzender Stefan Hartung betonte: Nachhaltigkeit sei kein Nebenziel, sondern eine Grundvoraussetzung für künftigen Geschäftserfolg.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
