Aktie, UBS

BP Aktie: UBS sieht Kaufmoment!

16.04.2026 - 09:00:32 | boerse-global.de

BP erzielt Rekordgewinne im Ölhandel durch die Krise am Persischen Golf, während die Verschuldung steigt. UBS hebt das Rating auf 'Kaufen'.

BP Aktie: UBS sieht Kaufmoment! - Foto: über boerse-global.de
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Rekordhandel im Ölgeschäft, ein neuer Chef an der Spitze — und trotzdem steigt die Schuldenlast. BPs Quartalsmeldung für das erste Quartal 2026 liefert ein widersprüchliches Bild, das Investoren genau lesen müssen.

Hormuz-Volatilität als Gewinnmotor

Die militärischen Eskalationen im Nahen Osten und die zeitweise Schließung der Straße von Hormuz haben Brent-Rohöl auf knapp 120 Dollar pro Barrel getrieben. Für BPs Handelssparte war das ein Glücksfall: Die Öl-Trading-Division erzielte im ersten Quartal außergewöhnliche Ergebnisse — genau das, was UBS-Analyst Joshua Stone als entscheidenden Kurstreiber wertet. Stone hob das Rating am 15. April von „Neutral" auf „Kaufen" an und begründete dies mit der gut getimten Rückkehr zum Kerngeschäft Fossile Energie.

Parallel dazu verbesserten sich die Raffineriemargen von 15,2 auf 16,9 Dollar pro Barrel — ein Plus, das das Segment der Raffinierprodukte mit 100 bis 200 Millionen Dollar zusätzlich entlasten dürfte.

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Schulden steigen, Struktur schrumpft

Die hohen Rohstoffpreise haben ihren Preis. BP erwartet, dass die Nettoverschuldung auf 25 bis 27 Milliarden Dollar klettert — nach 22,2 Milliarden Dollar Ende 2025. Der Grund: Höhere Rohstoffpreise binden mehr Kapital in Lagerbeständen und Forderungen, was einen Working-Capital-Aufbau von 4 bis 7 Milliarden Dollar verursacht.

Indes hat neue CEO Meg O'Neill, seit 1. April im Amt, die Konzernstruktur bereits vereinfacht. BP kehrt zu einem klassischen Zwei-Sparten-Modell zurück — Upstream für Förderung und Downstream für Raffinerie, Vertrieb und Einzelhandel. Die komplexe Fünf-Einheiten-Struktur aus dem Jahr 2020 gehört damit der Vergangenheit an. Die Fördermengen im ersten Quartal blieben gegenüber dem Vorquartal weitgehend stabil, mit leicht höherer Gasproduktion.

Zwei Termine im Fokus

Die Aktie notiert aktuell bei 6,50 Euro und liegt damit rund 60 Prozent über dem Jahrestief vom April 2025 — der Kursanstieg seit Jahresbeginn beträgt beachtliche 28 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 6,88 Euro trennen den Titel noch knapp fünf Prozent.

Nun rücken zwei Termine in den Vordergrund. Am 23. April findet die Hauptversammlung statt, auf der O'Neill den Umbau vor den Aktionären verteidigen muss — einschließlich der Aussetzung bestimmter Aktienrückkaufprogramme. Am 28. April folgen die vollständigen Quartalsergebnisse, die auch die realisierten Preise im Golf von Mexiko und den VAE ausweisen werden, wo Produktionserlöse mit ein- bis zweimonatiger Verzögerung verbucht werden. Wie stark der Handelsgewinn die Schuldenlast tatsächlich kompensiert, wird sich dann in harten Zahlen zeigen.

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