Woidke, Folgen

Woidke warnt vor Folgen hoher Stromkosten

03.08.2025 - 14:32:12

Brandenburgs MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke (SPD) hĂ€lt eine schnelle Entlastung der Wirtschaft bei den Strompreisen fĂŒr notwendig.

"Wenn die Stromkosten in Deutschland nicht sinken, droht die Transformation unserer Industrie zu scheitern", sagte Woidke der Deutschen Presse-Agentur. "Die Unternehmen in Deutschland mĂŒssen im internationalen Wettbewerb bestehen. DafĂŒr mĂŒssen die Stromkosten schnellstmöglich sinken und die Netzentgelte, die unsere Region nach wie vor benachteiligen, gedeckelt werden."

Woidke warnt vor Folgen bei ArbeitsplÀtzen

Der Brandenburger Regierungschef hatte im Juli in einem Brief an Bayerns MinisterprĂ€sidenten Markus Söder (CSU) davor gewarnt, dass wegen hoher Strompreise ein Verlust wichtiger Teile der Industrie in Deutschland drohe. "ArbeitsplĂ€tze gehen verloren und die Wertschöpfung verlagert sich in andere LĂ€nder", heißt es in dem Schreiben, das der dpa vorliegt.

Woidke schrieb darin auch von einer Ungleichverteilung der Kosten der Energiewende, die er verhindern wolle. Brandenburg erzeuge bereits mehr Strom aus erneuerbaren Energien, als es verbrauche, und exportiere ihn in andere LĂ€nder.

Union und SPD wollen Verbraucher entlasten

Die Netzentgelte als Bestandteil des Strompreises sind deutlich gestiegen, deshalb plant die Bundesregierung Entlastungen. Die Entgelte sind in Regionen mit viel erneuerbaren Energien wie im Norden oft höher als im SĂŒden. Inwieweit die Versorger Entlastungen an die Kunden weitergeben, ist unklar.

Die Koalition wollte auch erreichen, dass die Stromsteuer möglichst fĂŒr alle sinkt. Die Spitzen von Union und SPD im Bund entschieden aber, dass es vorerst keine Senkung der Stromsteuer fĂŒr alle Firmen sowie fĂŒr private Haushalte geben soll.

Woidke besucht am Montag mit Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) das Braunkohlekraftwerk Schwarze Pumpe des Energieerzeugers Leag in Spremberg in der Lausitz.

@ dpa.de