Britische, AssistenzÀrzte

Britische AssistenzÀrzte sollen hohe Lohnsteigerung erhalten

Veröffentlicht am: 29.07.2024 um 18:30 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

In Großbritannien ist ein Ende des langen Tarifstreits um erhebliche Lohnerhöhungen fĂŒr AssistenzĂ€rzte in greifbarer NĂ€he.

Die neue Regierung und die Gewerkschaft BMA einigten sich darauf, dass Löhne und GehĂ€lter ĂŒber zwei Jahre um durchschnittlich 22 Prozent steigen sollen.

Die Mediziner hatten das ohnehin stark angeschlagene britische Gesundheitswesen ĂŒber anderthalb Jahre immer wieder mit tagelangen Streiks lahmgelegt. Hunderttausende Behandlungen mussten verschoben werden. Damit der Deal in Kraft treten kann, mĂŒssen die Mitglieder der British Medical Association (BMA) die Abmachung noch absegnen.

Minister spricht von fairer Lösung

"Dies ist ein faires Angebot", sagte Gesundheitsminister Wes Streeting. "Fair fĂŒr die AssistenzĂ€rzte, fair fĂŒr die Patienten und fair fĂŒr den (staatlichen Gesundheitsdienst) NHS." Nun könne gemeinsam daran gearbeitet werden, die Wartezeiten fĂŒr Operationen zu verkĂŒrzen und den NHS zu reformieren, sagte Streeting.

Der chronisch unterfinanzierte und unterbesetzte NHS wurde monatelang immer wieder von Streikwellen erschĂŒttert. Die konservative Regierung, die Anfang Juli abgewĂ€hlt wurde, hatte im vergangenen Jahr eine Gehaltserhöhung von durchschnittlich 8,8 Prozent zugesagt. Das nahmen mehrere NHS-Berufsgruppen an. Die AssistenzĂ€rzte wiesen das Angebt damals aber als unzureichend zurĂŒck.

"Junior doctors" machen einen wesentlichen Teil des medizinischen Personals in England aus. Gemeint sind damit Ärzte in Ausbildung - sie können gerade ihr Studium abgeschlossen haben oder schon Jahre fĂŒr den NHS arbeiten.

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