Broadcom, Aktie

Broadcom Aktie: 11-Prozent-Absturz auf 366,65 Euro

05.06.2026 - 00:25:34 | boerse-global.de

Broadcom ĂŒbertrifft Gewinnerwartungen, doch schwache Software-Sparte und verfehlte KI-Prognosen lösen einen heftigen Kursrutsch aus.

Broadcom Aktie: Starke Quartalszahlen, aber Ausverkauf nach Software-EnttÀuschung
Broadcom - Ein stark zerknittertes Broadcom-Aktienzertifikat liegt auf einer dunklen, reflektierenden OberflĂ€che, dramatisch beleuchtet. 05.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Starke Zahlen reichen an der Börse manchmal nicht aus. Broadcom meldet fĂŒr das zweite Quartal 2026 RekordumsĂ€tze. Das Unternehmen ĂŒbertrifft die Gewinnerwartungen deutlich. Die Quittung folgt prompt. Investoren strafen den Halbleiterkonzern fĂŒr verfehlte Ziele im SoftwaregeschĂ€ft ab.

KI-Boom verdeckt Software-SchwÀche

Der Konzern steigerte den Gesamtumsatz im abgelaufenen Quartal um 48 Prozent auf gut 22 Milliarden US-Dollar. Treiber bleibt die kĂŒnstliche Intelligenz. Die Erlöse mit KI-Chips schossen um 143 Prozent nach oben. Auch der Gewinn je Aktie ĂŒbertraf die AnalystenschĂ€tzungen deutlich.

Der Kurs stĂŒrzte am Donnerstag dennoch auf 366,65 Euro ab. Die Ursache liegt in den Details des Berichts. Das Infrastruktur-Software-Segment verfehlte mit 7,2 Milliarden Dollar die Erwartungen der Wall Street knapp.

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Parallel dazu enttĂ€uschte der Ausblick. Broadcom peilt fĂŒr das dritte Quartal KI-UmsĂ€tze von 16 Milliarden Dollar an. Einige Investoren hatten auf mehr als 17 Milliarden Dollar spekuliert. Die Folge: ein massiver Kursrutsch.

Analysten uneins ĂŒber weiteres Potenzial

Operativ steht das Unternehmen robust da. Broadcom erwirtschaftete einen freien Cashflow von ĂŒber zehn Milliarden Dollar. Das entspricht fast der HĂ€lfte des Gesamtumsatzes. AktionĂ€re erhalten weiterhin eine Quartalsdividende von 0,65 Dollar je Aktie.

Die Wall Street bewertet die Lage nach den Zahlen unterschiedlich:

  • Deutsche Bank: Hebt das Kursziel auf 515 Dollar an und rĂ€t zum Kauf. Analyst Ross Seymore sieht den RĂŒcksetzer als Einstiegschance.
  • UBS: Senkt das Ziel leicht auf 485 Dollar. Die Experten kritisieren die stagnierenden KI-Umsatzprognosen fĂŒr die kommenden Jahre.
  • JPMorgan: Bleibt optimistisch. Analyst Harlan Sur verweist auf AuftragsbĂŒcher im Wert von 30 Milliarden Dollar.

Trotz des Einbruchs von elf Prozent behauptet die Aktie ihre StĂ€rke. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 23 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 429,60 Euro hat sich nun vergrĂ¶ĂŸert. Die vollen AuftragsbĂŒcher sichern die UmsĂ€tze der nĂ€chsten Quartale ab.

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