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Broadcom und OpenAI entwickeln KI-Beschleuniger

Veröffentlicht am: 05.09.2025 um 15:45 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
NEW YORK - Die ChatGPT-Entwicklerfirma OpenAI will sich offenbar mit Hilfe von Broadcom US11135F1012 weniger abhÀngig von den leistungsstarken KI-Chips von Nvidia machen.

(neu: Kurs aktualisiert)

NEW YORK (dpa-AFX) - Die ChatGPT-Entwicklerfirma OpenAI will sich offenbar mit Hilfe von Broadcom US11135F1012 weniger abhĂ€ngig von den leistungsstarken KI-Chips von Nvidia machen. So will der Chiphersteller Broadcom zusammen mit OpenAI einen sogenannten KI-Beschleuniger entwickeln und produzieren, schrieb die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Zuvor hatte die "Financial Times" ĂŒber die PlĂ€ne berichtet. Hardware-Produkte dieser Reihe sollen dann ab 2026 ausgeliefert werden. Es geht um viele Milliarden US-Dollar.

Die Aktie sprang am Freitag zu US-Handelsbeginn um 16 Prozent auf ein Rekordhoch. Der Marktwert stieg damit auf einen Schlag um 218 Milliarden US-Dollar. Im Jahresverlauf hat das Papier damit rund 50 Prozent an Wert gewonnen. Broadcom profitieren aber schon viel lÀnger vom KI-Boom. Seit Ende 2022 hat der Kurs um rund 500 Prozent zugelegt.

Sollte Broadcom und OpenAI die Entwicklung eines KI-Beschleunigers (AI Accelerator) gelingen, wĂŒrden sie in einen lukrativen Bereich des GeschĂ€fts mit KĂŒnstlicher Intelligenz vorstoßen, der von Nvidia US67066G1040 dominiert wird. So bilden die Hochleistungschips von Nvidia aktuell das RĂŒckgrat so ziemlich aller KI-Rechenzentren, denn Beschleuniger sind fĂŒr die Entwicklung von KI bei großen Technologieunternehmen wie Meta US30303M1027 und Microsoft US5949181045 unverzichtbar.

Broadcom-Chef Hock Tan hatte bei der Analystenkonferenz anlĂ€sslich der am Donnerstagabend veröffentlichten Quartalszahlen gesagt, dass der Konzern einen neuen Kunden fĂŒr sein GeschĂ€ft mit kundenspezifischen Beschleunigern gewonnen hat. Das Unternehmen habe AuftrĂ€ge im Wert von mehr als zehn Milliarden US-Dollar von dem neuen Kunden erhalten. Er nannte keine Namen, nach Bloomberg-Informationen handelt es sich dabei um OpenAI,

Damit habe Broadcom in diesem Bereich nun schon den vierten Kunden angekĂŒndigt und das noch schneller als erwartet, schrieb Analyst Blayne Curtis vom Investmenthaus Jefferies in einer ersten Reaktion. Der Konzern dĂŒrfte daher 2026 noch schneller wachsen als 2025 und 2027 dann nochmals zulegen. Zudem seien die AuftrĂ€ge im Wert von zehn Milliarden Dollar lediglich der Anfang.

Mit Blick auf die aktuellen GeschĂ€ftszahlen steigerte der AppleUS0378331005- und GoogleUS02079K1079-Chipzulieferer Broadcom Umsatz und Gewinn im abgelaufenen dritten GeschĂ€ftsquartal deutlicher als von Analysten erwartet. FĂŒr das letzte Viertel des GeschĂ€ftsjahres geht das Unternehmen zudem von mehr Wachstum aus als gemeinhin gedacht. Dabei profitiert der Konzern vor allem von Lösungen rund um die KĂŒnstliche Intelligenz (KI).

Im dritten GeschÀftsquartal (per 3. August) stieg der Umsatz mit KI-Halbleitern auf 5,2 Milliarden US-Dollar, wie Broadcom mitteilte. Im Schlussquartal soll er auf 6,2 Milliarden Dollar anziehen. Auch das ist mehr als Analysten im Durchschnitt auf dem Zettel hatten.

Insgesamt erzielte Broadcom im Quartal im Jahresvergleich ein Umsatzplus von 22 Prozent auf 15,95 Milliarden Dollar (rund 13,7 Mrd Euro) und damit dem Unternehmen zufolge einen Rekordwert. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zog um gut 30 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar an. Unter dem Strich verdiente Broadcom bereinigt 8,4 Milliarden Dollar, nach 6,1 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum.

In den letzten drei Monaten des GeschÀftsjahres sollen die Erlöse auf 17,4 Milliarden Dollar zulegen. Davon sollen rund zwei Drittel als um Sondereffekte bereinigtes Ebitda hÀngen bleiben.

Inklusive des am Freitag erwartete Anstiegs bringt es Broadcom mittlerweile auf eine Marktkapitalisierung von 1,57 Billionen Dollar, womit es an der Börse das siebtwertvollste US-Unternehmen ist.

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