SpĂ€terer Renteneintritt fĂŒr Akademiker? Bas hat Sympathie fĂŒr Idee
07.12.2025 - 19:15:46Bas sagte im ARD-"Bericht aus Berlin": "Ich finde die Idee grundsÀtzlich ganz gut." Es gebe zwei unterschiedliche Modelle. Zum einen könne man das Renteneintrittsalter nach der Lebenserwartung formulieren oder danach, wer eine bestimmte "Strecke" eingezahlt habe.
Bas nannte ein Beispiel: Wenn jemand mit 16 schon angefangen habe mit einer Ausbildung und dann eine gewisse Strecke in die Sozialversicherungssysteme einbezahle, der könne dann auch frĂŒher aussteigen. "Und wer spĂ€ter anfĂ€ngt, vielleicht erst ein Studium macht und dann spĂ€ter erst in die Kassen einzahlt, der muss dann auch lĂ€nger arbeiten." In der Rentenkommission wĂŒrden sicherlich beide Modelle diskutiert werden.
Vorschlag von Wirtschaftsprofessor
Der Wirtschaftsprofessor Jens SĂŒdekum hatte sich zuvor dafĂŒr ausgesprochen, den Renteneintritt nicht mehr an das Alter, sondern an die Zahl von Beitragsjahren zu koppeln. "Die Lebensarbeitszeit ist eine Stellschraube, an die wir ranmĂŒssen, um die gesetzliche Rente zu sichern", sagte SĂŒdekum "Bild". "Rente fĂŒr alle mit 70 ist falsch. Besser ist es, den Renteneintritt nicht an eine starre Alterszahl zu koppeln, sondern an eine Mindestanzahl von Beitragsjahren."
Er sagte weiter: "Wir mĂŒssen auf die tatsĂ€chlichen Lebensarbeitszeiten gucken. Akademiker zahlen deutlich spĂ€ter in die Rentenkasse ein als jemand, der mit 16 oder 18 Jahren eine Lehre beginnt und dann durcharbeitet. Den Rentenbeginn an die Beitragsjahre zu binden, ist gerechter." SĂŒdekum ist persönlicher Berater von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD).
Bas hatte bereits der "Rheinischen Post" gesagt: "Wer frĂŒh angefangen hat einzuzahlen, z. B. zum Lehrbeginn mit 16, könnte frĂŒher in Rente gehen als andere, die nach einem Studium erst spĂ€ter begonnen haben."
Bis 2031 steigt das Rentenalter schrittweise auf 67 Jahre. Wer 45 Beitragsjahre vorweisen kann, darf frĂŒher in den Ruhestand gehen. FĂŒr Versicherte, die nach dem 1. Januar 1953 geboren sind, steigt die Altersgrenze laut Arbeitsministerium mit jedem Jahrgang stufenweise um zwei Monate. Wer nach dem 1. Januar 1964 geboren wurde, kann abschlagsfrei in Rente gehen, wenn er das 65. Lebensjahr vollendet hat.
Rentenkommission
Nach monatelangen Diskussionen hatte der Bundestag am Freitag fĂŒr das Rentenpaket gestimmt, es muss noch den Bundesrat passieren. Streit gab es in der Frage nach der Stabilisierung des Rentenniveaus und der Ausweitung der MĂŒtterrente. Noch vor Weihnachten soll eine Rentenkommission eingesetzt werden. Bis Mitte 2026 sollen VorschlĂ€ge vorliegen - die dann rasch in ein Gesetzgebungsverfahren mĂŒnden sollen.

