Bas, SPD

Bas wirbt bei SPD fĂŒr Rentenplan

23.06.2026 - 23:13:13 | dpa.de

Bundesarbeitsministerin und SPD-Chefin BĂ€rbel Bas wirbt bei ihrer Partei fĂŒr die VorschlĂ€ge der Rentenkommission zur Zukunft der Alterssicherung.

Bas sprach im ZDF-"heute journal" von einem "sehr guten Vorschlag" mit der Botschaft, dass es fĂŒr die nĂ€chsten Generationen besser werde, das Rentenniveau nicht sinke und die BeitrĂ€ge nicht ins Unermessliche steigen. "Das ist auch fĂŒr eine SPD eine gute Botschaft", betonte die SPD-Co-Vorsitzende.

"Schwere Brocken" fĂŒr die SPD

Bas rĂ€umte ein, dass die Kommission auch fĂŒr die SPD schwierige VorschlĂ€ge unterbreitet habe, etwa zur Abschaffung der vorgezogenen Rente ohne AbschlĂ€ge fĂŒr Menschen mit mindestens 45 Berufsjahren. "Das sind natĂŒrlich schwere Brocken fĂŒr die SPD, gar keine Frage", sagte die Ministerin. Aber man mĂŒsse auch das Gute hervorheben, etwa den geplanten Aufbau eines Kapitalstocks, der von Arbeitnehmern und Arbeitgebern paritĂ€tisch finanziert werden solle. Auch habe die Kommission VorschlĂ€ge fĂŒr jene, die nicht so lange arbeiten können, etwa verbesserte Erwerbsminderungsrenten und eine neue BerufsunfĂ€higkeitsrente.

Bas bekrĂ€ftigte, man dĂŒrfe das Gesamtkonstrukt "nicht zerreden". "Hier hĂ€ngt wirklich alles mit allem zusammen". Bereits zuvor hatte sie vor "Rosinenpicken" gewarnt.

Änderungen im parlamentarischen Verfahren möglich

Die Ministerin zeigte sich zuversichtlich zur Umsetzung der VorschlĂ€ge. Dies sei das feste Ziel der Regierung. Wenn die sehr unterschiedlich besetzte Kommission einen Kompromiss hinbekomme, warum nicht auch die Politik, fragte Bas. Am Ende entscheide das Parlament, betonte die Ministerin. An der einen oder anderen Stelle seien noch Änderungen möglich. Bas verwies auf das sogenannte Strucksche Gesetz. Es geht auf den einstigen SPD-Fraktionschef Peter Struck und dessen Aussage zurĂŒck, kein Gesetz verlasse den Bundestag so, wie es eingebracht wird.

Beim Treffen des Koalitionsausschusses am 1. Juli soll Bas zufolge der weitere Zeitplan besprochen werden. Bas hatte zusammen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am Vormittag die 33 VorschlĂ€ge der Kommission entgegengenommen. Beide sagten, das Konzept solle zĂŒgig und eins zu eins umgesetzt werden, um die gesetzliche Rente auf Jahrzehnte hinaus zu sichern.

Kern ist eine neue Kapitalrente, fĂŒr die die RentenbeitrĂ€ge steigen wĂŒrden. Geplant ist eine Anhebung des gesetzlichen Rentenalters - es soll ĂŒber 67 Jahre hinaus in den nĂ€chsten Jahrzehnten in kleinen Schritten weiter steigen. Die vorgezogene Rente ohne AbschlĂ€ge fĂŒr Menschen mit mindestens 45 Berufsjahren soll entfallen. In die gesetzliche Rente einbezogen werden sollen kĂŒnftig SelbststĂ€ndige sowie Politikerinnen und Politiker, aber nicht Beamte.

de | boerse | 69614124 |