Wadephul, Konflikt

Wadephul: Konflikt im Nahen Osten wird lÀnger dauern

02.03.2026 - 00:20:01 | dpa.de

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) stellt die Bevölkerung auf eine lĂ€ngere Dauer des Konflikts im Nahen Osten ein.

"Wir alle mĂŒssen uns darauf einstellen, dass dieser Konflikt lĂ€nger dauert. Es ist nicht vorhersehbar, dass wir in den nĂ€chsten Tagen mit einer Beendigung der Kampfhandlungen rechnen können", sagte Wadephul in der ARD-Sendung "Caren Miosga". Deshalb mĂŒsse Vorsorge getroffen werden, "dass auf anderem Wege eine Ausreise aus diesen LĂ€ndern ermöglicht wird."

Mit Blick auf den Tod des iranischen Staatsoberhaupts und ReligionsfĂŒhrers Ajatollah Ali Chamenei erklĂ€rte Wadephul, dessen Ende sei "mit Sicherheit gut", sollte damit auch das von ihm gefĂŒhrte Regime enden. Chamenei habe ein "ruchloses" System angefĂŒhrt, das die eigene Bevölkerung unterdrĂŒckt und die Region destabilisiert habe.

Zugleich betonte der Minister, er hoffe weiterhin, dass Teheran auf die Entwicklung von Nuklearwaffen, ballistischen Raketen sowie auf ein schÀdliches Verhalten in der Region verzichte. "Und darum geht es ja auch bei diesen MilitÀrschlÀgen", sagte Wadephul.

Nouripour: Hilfe ist "staatliche Aufgabe"

Zur Lage deutscher StaatsbĂŒrger in der Golfregion verwies Wadephul auf die seit Wochen bestehenden Reisewarnungen des AuswĂ€rtigen Amts. Man informiere die Betroffenen tĂ€glich ĂŒber die Lage und mögliche Optionen. Wegen der teils geschlossenen LuftrĂ€ume sei eine regulĂ€re Ausreise vielerorts derzeit nicht möglich. Er betonte zugleich, Reisende trĂŒgen auch eine eigene Verantwortung fĂŒr ihre Sicherheit: "Es war nicht ganz unbekannt, dass das gefĂ€hrlich werden könnte."

GrĂŒnen-Politiker Omid Nouripour widersprach in der Sendung Wadephuls AusfĂŒhrungen teils. Er verwies darauf, dass die Bundesregierung die Pflicht habe, deutschen StaatsbĂŒrgern auch in einer solchen Lage zu helfen. Es reiche nicht, mehrfach auf frĂŒhere Reisewarnungen zu verweisen. Wenn - wie vom Außenminister angesprochen - eine Ausreise ĂŒber den Landweg zu FlughĂ€fen in den Nachbarstaaten möglich sei, mĂŒsse der Staat diese Wege auch aktiv organisieren und unterstĂŒtzen. "Das ist staatliche Aufgabe", betonte Nouripour.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis  Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
boerse | 68625710 |