ROUNDUPKanzler, Stabile

Stabile KrankenkassenbeitrÀge auch 2027

11.12.2025 - 10:13:21

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat eine grundlegende Reform der Krankenversicherung fĂŒr stabile BeitrĂ€ge bis 2027 in Aussicht gestellt.

Auch mit Blick auf das kommende Jahr zeigte sich Merz am Morgen nach einem Koalitionsausschuss in Berlin zuversichtlich. "Zwischen den LĂ€ndern gibt es offensichtlich eine VerstĂ€ndigung darĂŒber, dass die Entlastung bei den KrankenversicherungsbeitrĂ€gen in GrĂ¶ĂŸenordnung von zwei Milliarden Euro jetzt im Bundesrat in der nĂ€chsten Woche so beschlossen wird, wie wir das vereinbart haben", sagte Merz.

Derzeit hĂ€ngt ein Spargesetz von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) fest. Die LĂ€nder hatten sich im Bundesrat quer gestellt. Deshalb drohen bereits 2026 höhere BeitrĂ€ge fĂŒr Millionen Versicherte. Über das Gesetz soll der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag am kommenden Mittwoch beraten.

Auch SPD-Chefin Bas sieht Fortschritte

Merz sagte, geplant sei nun ein Entschließungsantrag im Hinblick auf die zukĂŒnftigen Einsparungen, die notwendig seien. "Das, was dann nĂ€chste Woche beschlossen werden soll, gilt dann zunĂ€chst fĂŒr das Jahr 2026 und alle weiteren Schritte mĂŒssen wir ohnehin im nĂ€chsten Jahr verabreden, weil dann die Belastungen fĂŒr die Krankenversicherungen deutlich grĂ¶ĂŸer werden noch einmal" erlĂ€uterte Merz. "Im Verlauf des Jahres 2026 wird es also nach unserem Willen eine grundlegende Reform auch der Krankenversicherung geben, so dass wir dann auch fĂŒr das Jahr 2027 hoffen, die BeitrĂ€ge stabil halten zu können."

Auch SPD-Chefin BĂ€rbel Bas sieht hier Fortschritte. Man sei mit den LĂ€ndern in Vorverhandlungen "auf einem guten Weg", sagte die Arbeitsministerin. Sie bekrĂ€ftigte, dass in der nĂ€chsten Woche der Einsetzungsbeschluss fĂŒr die geplante Kommission fĂŒr eine Rentenreform im Kabinett gefasst werden soll.

Die Zeit drĂ€ngt, da die Kassen in diesen Tagen ihre ZusatzbeitrĂ€ge fĂŒr 2026 festlegen. Kassenvertreter warnen vor Erhöhungen auch mit dem Sparpaket, da viele Kassen Reserven auf vorgeschriebene Mindestwerte auffĂŒllen mĂŒssen.

@ dpa.de