Schaeffler-Chef, China

Schaeffler-Chef: China ist auch von Europa abhÀngig

24.02.2026 - 12:25:30 | dpa.de

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) soll nach Vorstellung des Schaeffler DE000SHA0100-Vorstandschefs Klaus Rosenfeld bei seiner China-Reise auch die StÀrken der EuropÀer betonen.

Die Reise von Merz sei ein wichtiges Zeichen. "Wir haben in China eine Menge zu gewinnen, aber auch eine Menge zu verlieren", sagte Rosenfeld der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Sein Unternehmen, der frĂ€nkische Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler, ist massiv in China investiert. Schaeffler beliefert sowohl europĂ€ische Hersteller, die in China fertigen, als auch die stark wachsenden chinesischen Automobilfirmen. Auch Zukunftstechnologien, wie etwa Komponenten fĂŒr humanoide Roboter, will Schaeffler in China weiterentwickeln. Das Unternehmen mit etwa 85.000 BeschĂ€ftigten ist einer der weltweit grĂ¶ĂŸten Zulieferer.

AbhÀngigkeiten in beiden Richtungen

Es gebe bekanntermaßen AbhĂ€ngigkeiten der deutschen Wirtschaft von China. Welche Dimensionen und welche Bedeutung diese hĂ€tten, sei eine Bewertungsfrage. "Die AbhĂ€ngigkeit ist aber durchaus eine gegenseitige AbhĂ€ngigkeit", sagte Rosenfeld. "Vielleicht gelingt es, bei dieser Reise klarzumachen, dass die AbhĂ€ngigkeit nicht einseitig ist."

Bei bestimmten Materialien, darunter etwa seltene Erden, aber auch bei bestimmten Technologien gebe es eine bestimmte Dominanz der Chinesen, mit der man sich in Deutschland und Europa auseinandersetzen mĂŒsse. Dies könne aber durchaus gelingen.

Verteidigung "China-frei"

Anderseits gebe es in der Verteidigungsindustrie und auch bei Zukunftstechnologien wie etwa bei humanoiden Robotern besondere BedĂŒrfnisse. Eine Lieferkette im Bereich Verteidigung mĂŒsse China-frei sein, sagte Rosenfeld, am besten auch US-frei.

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