Merz, Zukunft

Merz: In absehbarer Zukunft keine Anerkennung eines Staates PalÀstina

07.12.2025 - 16:33:45 | dpa.de

Bundeskanzler Friedrich Merz sieht in "absehbarer Zukunft" keine Voraussetzungen fĂŒr die Anerkennung eines palĂ€stinensischen Staates durch Deutschland.

Das sagte der CDU-Politiker nach einem Treffen mit dem israelischen MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu. Es gehe zunĂ€chst darum, Schritt fĂŒr Schritt den Friedensplan zu implementieren.

"Was an dessen Ende steht, weiß heute von uns niemand. Und weil das so ist, hat auch die Bundesregierung anders als andere europĂ€ische Staaten von einer frĂŒhzeitigen Anerkennung eines palĂ€stinensischen Staates Abstand genommen. Wir werden das auch in absehbarer Zukunft nicht tun", sagte Merz. Einem solchen Staat fehlten bis jetzt alle Voraussetzungen dafĂŒr, ĂŒberhaupt ein selbststĂ€ndiger Staat sein zu können.

Großbritannien, Frankreich, Kanada und viele andere Staaten haben die palĂ€stinensischen Gebiete als Staat anerkannt. Dies hat vor allem symbolischen Charakter.

Merz: Komme als Freund Israels

Merz reiste zu seinem Antrittsbesuch nach Israel: "Ich komme als ein Freund des Landes, als ein Freund Israels." Sein Besuch falle in eine schwere Zeit fĂŒr das israelische Volk. In Gaza gebe es inzwischen einen Waffenstillstand. Es gebe immer wieder RĂŒckschlĂ€ge, aber der Krieg sei zu Ende und ein dauerhafter Frieden möglich. Es komme nun darauf an, die zweite Phase des Friedensplans zu verwirklichen. Das Wichtigste sei die vollstĂ€ndige Entwaffnung der Hamas. Es könne in Gaza keine Rolle fĂŒr die Hamas geben.

Die zweite Phase des Friedensprozesses sieht auch eine Friedenstruppe vor. Merz wich der Frage einer möglichen deutschen Beteiligung aus. Die Bundesregierung wolle das Ergebnis des GesprĂ€chs abwarten, das Netanjahu mit US-PrĂ€sident Donald Trump noch in diesem Jahr fĂŒhren werde. Merz sagte, er habe die grundsĂ€tzliche Bereitschaft erklĂ€rt, an vielen Dingen teilzunehmen, die auch einen Wiederaufbau von Gaza ermöglichten.

Merz rief Israel gleichwohl erneut dazu auf, keine Annexionsschritte im Westjordanland zu gehen. Es dĂŒrfe keine formellen, keine politischen, baulichen oder sonstigen Maßnahmen geben, die in ihrer Wirkung auf eine Annexion hinausliefen.

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