Steinmeier weist polnische Reparationsforderung zurĂŒck
16.09.2025 - 12:13:33Diese Frage sei "aus deutscher Sicht rechtlich abschlieĂend geklĂ€rt", sagte Steinmeier, wie seine Sprecherin Cerstin Gammelin auf der Plattform X schrieb. Die Förderung des Gedenkens und Erinnerns bleibe aber ein gemeinsames Anliegen.
Nawrocki hĂ€lt Reparationsfrage fĂŒr offen
Nawrocki sprach die Reparationsfrage nach dpa-Informationen in dem GesprĂ€ch mit Steinmeier offen an. Der "Bild"-Zeitung hatte er unmittelbar vor seinem Eintreffen in Berlin gesagt: "Die Frage der Reparationen ist natĂŒrlich nicht rechtlich abgeschlossen."
Steinmeier begrĂŒĂte seinen rechtskonservativen Kollegen mit militĂ€rischen Ehren vor dem Schloss Bellevue. Nach dem obligatorischen Eintrag ins GĂ€stebuch fĂŒhrten beide ein GesprĂ€ch miteinander. AnschlieĂend fuhr Nawrocki weiter ins Kanzleramt und traf mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu einem Meinungsaustausch zusammen.
Freundliches GesprÀch trotz der Unterschiede zu Reparationen
Bei dem GesprÀch Steinmeiers mit Nawrocki betonten beide PrÀsidenten die Bedeutung einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit ihrer LÀnder. Nawrocki lud Steinmeier zum Gegenbesuch nach Polen ein. Steinmeier nahm die Einladung an. Trotz der gegensÀtzlichen Positionen in der Reparationsfrage fand das GesprÀch nach dpa-Informationen in einer freundlichen und konstruktiven AtmosphÀre statt.
Die rechtskonservative Partei PiS, der Nawrocki nahesteht, hatte in ihrer Regierungszeit zu dieser Frage eine Parlamentskommission eingesetzt. Diese bezifferte vor drei Jahren die Reparationshöhe auf 1,3 Billionen Euro.

