Pistorius, ZustÀndigkeiten

Pistorius stellt ZustÀndigkeiten bei Drohnenabwehr klar

09.10.2025 - 18:00:36

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat in der Diskussion ĂŒber eine VerstĂ€rkung der Drohnenabwehr im Land vor zu hohen Erwartungen an die Bundeswehr gewarnt und auf die ZustĂ€ndigkeiten verwiesen.

"Gestern klang es dann so, als wenn die Bundeswehr quasi automatisch zustĂ€ndig wĂ€re, ab Baumwipfelhöhe zur Abwehr von Drohnen. Wir sollten in dieser Frage einen kĂŒhlen Kopf bewahren", sagte der SPD-Politiker in Berlin vor Journalisten.

Er nahm damit offensichtlich Bezug auf Äußerungen seines Kabinettskollegen Alexander Dobrindt (CSU). Dieser hatte am Vortag gesagt, Drohnen in Baumwipfelhöhe mĂŒssten von der Polizei bekĂ€mpft werden können. "Drohnen, die in hohen Flughöhen unterwegs sind, mit hohen Geschwindigkeiten, die in dem militĂ€rischen Bereich zu sehen sind, da sind die FĂ€higkeiten bei der Bundeswehr vorhanden und auch weiter auszubauen."

Pistorius: ZustÀndigkeiten klar geregelt

Pistorius sagte, die ZustĂ€ndigkeiten bei der Drohnenabwehr seien gesetzlich klar geregelt. Allgemeine Gefahrenabwehr sei Sache der Landespolizeien. Die Bundespolizei sei fĂŒr FlughĂ€fen und Bahnhöfe zustĂ€ndig "und die Bundeswehr ist fĂŒr die Abwehr militĂ€rischer Angriffe verantwortlich und fĂŒr den Schutz der eigenen Liegenschaften. Das ist also klar geregelt. Und daran werden wir uns auch in Zukunft orientieren."

Die Bundeswehr sei im Falle von militĂ€rischen Bedrohungen im Luftraum zustĂ€ndig. Außerdem könne sie im Rahmen der Amtshilfe um UnterstĂŒtzung gebeten werden, etwa wenn die Polizei im Einzelfall nicht genĂŒgend Mittel oder KrĂ€fte habe.

Drohnenabwehr wird mit Luftsicherheitsgesetz neu geregelt

Drohnen physisch abwehren dĂŒrfe die Bundeswehr noch nicht. Deshalb werde das Luftsicherheitsgesetz in KĂŒrze geĂ€ndert, so dass sie auch außerhalb ihrer Liegenschaften auf jede erdenkliche Art und Weise bis hin zum Laser auf Drohnen einwirken könne. Pistorius sagte, er begrĂŒĂŸe die Erweiterung der Befugnisse, aber dennoch könne die Bundeswehr dann nicht flĂ€chendeckend ĂŒberall in Deutschland eingreifen. Der Verteidigungsminister warnte angesichts des Drohnenthemas auch davor, in Hysterie zu verfallen. Das freue am Ende nur einen "und der sitzt im Kreml".

@ dpa.de