Pistorius, Bundeswehr

Pistorius: Bundeswehr wird in Deutschland schlechtgeredet

12.11.2025 - 08:32:13 | dpa.de

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius stört sich an einem ungerechtfertigt schlechten Image der Bundeswehr in Deutschland.

"Wir sind diejenigen, die nach DÀnemark und nach Belgien fliegen, um Drohnen zu bekÀmpfen, weil wir es können und weil wir schnell verlegefÀhig sind. Was ich immer wieder feststelle, ist, und das ist ein deutsches PhÀnomen, ich komme viel rum - aber in keinem Land werden die eigenen StreitkrÀfte so schlechtgeredet wie in Deutschland", sagte der SPD-Politiker im ZDF-"Morgenmagazin" anlÀsslich des 70-jÀhrigen Bestehens der Bundeswehr. Die Truppe sei viel besser als ihr Ruf, sagte der Minister.

Nicht Ă€ußern wollte sich Pistorius zu der erwarteten Einigung bei der Wehrdienst-Reform. "Wir haben Verabredungen getroffen unter den Verhandlern, zu denen ich auch gehöre, dass wir keine Wasserstandsmeldungen rausgeben. In der Beziehung bin ich echt konservativ, an solche Absprachen halte ich mich." Er sei jedoch sehr optimistisch, dass es einen guten Kompromiss geben werde. Die Öffentlichkeit werde "spĂ€testens Ende der Woche" darĂŒber informiert.

Das Gesetz ĂŒber einen neuen Wehrdienst war nach langem Streit in der schwarz-roten Koalition Mitte Oktober zunĂ€chst in der vom Kabinett beschlossenen Fassung in den Bundestag eingebracht worden. Inhaltlich blieb der Entwurf zwischen Union und SPD. Das neue Wehrdienstgesetz soll zum 1. Januar in Kraft treten.

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