CAC, Orange

CAC 40: Orange und Safran ziehen Paris nach oben

Veröffentlicht am: 28.07.2026 um 13:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Pariser Leitindex steigt dank starker Unternehmenszahlen und fallender Ölpreise. Orange und Safran führen die Gewinner an, Air Liquide fällt zurück.

CAC 40: Orange und Safran treiben Pariser Börse an
Blick auf das Gebäude der Pariser Börse bei Dämmerung mit Fokus auf den französischen Finanzmarkt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Drei Gewinntage in Folge — der CAC 40 findet gerade seinen Rhythmus. Fallende Ölpreise und eine Flut solider Firmenzahlen sorgen am Dienstag für gute Laune an der Pariser Börse. Der Index kletterte am Morgen bis auf 8.472,81 Punkte, gab dann etwas nach und notierte zuletzt bei 8.429,21 Zählern, ein Plus von 0,28 Prozent.

Den Rücken stärkt der Ölpreis-Rückgang. Die Sorten Brent fiel zeitweise auf ein Wochentief von 82,78 Dollar je Barrel, nachdem US-Präsident Donald Trump von "guten Gesprächen" mit Teheran sprach. Die Aussicht auf neue Verhandlungen zwischen Washington und Iran nimmt der Ölpreis-Rally erst einmal den Schwung — für energieintensive Branchen eine spürbare Entlastung.

Orange und Safran treiben, Air Liquide bremst

Orange war der Tagesgewinner unter den Schwergewichten: Die Aktie des Telekomkonzerns legte gut vier Prozent zu, nachdem das Unternehmen seine Jahresgewinnprognose angehoben hatte. Auch Safran überzeugte mit starken Halbjahreszahlen und einer angehobenen Jahresprognose, die Aktie sprang um mehr als 2,5 Prozent. Renault gewann knapp drei Prozent auf Berichte, wonach Frankreich und Deutschland eine gemeinsame Initiative zur Stärkung der Autoindustrie vorbereiten. Capgemini und Thales zogen ebenfalls kräftig an.

Air Liquide bildete dagegen das Schlusslicht im Index. Die Aktie verlor rund drei Prozent auf 171,82 Euro, obwohl der Gase-Hersteller im ersten Halbjahr operativ zulegte. Der Umsatz stieg um 0,8 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro, der operative Gewinn kletterte nominal um 5,7 Prozent auf knapp 2,9 Milliarden Euro — beides traf die Erwartungen. Ein Analyst von JPMorgan ordnete die Reaktion als Gewinnmitnahme ein: Die Aktie hatte seit ihrem Jahrestief bei knapp 141 Euro bereits rund ein Viertel an Wert gewonnen, entsprechend groß war die Verkaufsbereitschaft trotz solider Zahlen.

Auch andere Schwergewichte gerieten unter Druck. Michelin drifte nach flachen Quartalszahlen mehr als zwei Prozent ab, LVMH verlor knapp zwei Prozent nach einem UmsatzrĂĽckgang von drei Prozent im ersten Halbjahr. Rexel bĂĽĂźte trotz angehobener Jahresprognose vier Prozent ein.

Konsumklima stĂĽtzt die Stimmung

Auch die Konjunkturdaten passten ins positive Bild. Das französische Konsumentenvertrauen verbesserte sich im Juli den zweiten Monat in Folge stärker als erwartet — der Index von INSEE kletterte auf 86 Punkte, nach 84 im Vormonat und einem erwarteten Wert von 85. Besonders die Einschätzung zur künftigen Lebensqualität legte deutlich zu.

Am Freitag folgt mit den Zahlen des Air-Liquide-Rivalen Linde ein weiterer Blick in die Industriegasbranche — ein Termin, der zeigen dürfte, ob die Gewinnmitnahmen bei Air Liquide ein Einzelfall bleiben oder sich als Branchentrend entpuppen.

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