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Cardinal Health Aktie: 3,17 Dollar EPS schlägt Schätzung

Veröffentlicht am: 18.07.2026 um 15:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Cardinal Health übertrifft Erwartungen im dritten Quartal und hebt Prognose an. Institutionelle Investoren stocken ihre Anteile massiv auf.

Cardinal Health: Starke Quartalszahlen und steigendes Anlegervertrauen
Abstrakte Darstellung des Gesundheitssektors mit sanften, aufsteigenden Lichtstrahlen in einer modernen Umgebung, die Wachstum und Erfolg andeutet. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der US-Gesundheitskonzern Cardinal Health steht derzeit im Fokus der Anleger, nachdem das Unternehmen robuste Ergebnisse für das dritte Quartal vorgelegt und seine Prognosen für das Geschäftsjahr 2026 konkretisiert hat. Während die Integration strategischer Zukäufe voranschreitet, signalisieren deutliche Positionsaufbaue großer institutioneller Investoren ein wachsendes Vertrauen in die langfristige Ausrichtung des Pharmagroßhändlers.

Wachstum durch Spezialmedikamente und Übernahmen

In den abgelaufenen drei Monaten konnte Cardinal Health die Erwartungen des Marktes deutlich übertreffen. Das Unternehmen meldete einen bereinigten Gewinn pro Aktie (EPS) von 3,17 US-Dollar, was deutlich über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 2,79 US-Dollar lag. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um elf Prozent auf 60,94 Milliarden US-Dollar. Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 hob das Management die Prognose für den bereinigten Gewinn auf eine Spanne zwischen 10,70 und 10,80 US-Dollar pro Aktie an.

Ein wesentlicher Pfeiler der Strategie ist der verstärkte Fokus auf den Bereich der Spezialpharmaka, insbesondere in der Onkologie und bei den gefragten GLP-1-Präparaten. Parallel dazu zeigt die Integration von Solaris Health erste operative Erfolge. Das Ende 2025 erworbene Urologie-Netzwerk wurde in die Urology Alliance eingegliedert. Erste Erhebungen zeigen eine Reduzierung der Wiederaufnahmequoten bei urologischen Hochrisiko-Eingriffen um zwölf Prozent. Diese Entwicklung zahlt auf die wertbasierten Zahlungsmodelle im US-Gesundheitssystem ein und unterstreicht die datengestützte Wachstumsstrategie des Konzerns.

Institutionelle Investoren bauen Positionen massiv aus

Die positive operative Entwicklung spiegelt sich in einer deutlich gestiegenen Nachfrage seitens institutioneller Anleger wider. Medienberichten zufolge hat die Bessemer Group ihren Anteil an Cardinal Health im ersten Quartal um über 7.000 Prozent auf nunmehr 750.038 Aktien erhöht. Auch andere große Adressen wie Dorsey Wright & Associates bauten ihre Beteiligungen massiv aus; für das Haus ist die Aktie mittlerweile die fünftgrößte Position im Portfolio. Demgegenüber reduzierte die Bank of New York Mellon ihren Bestand geringfügig um 2,5 Prozent, hält jedoch weiterhin ein großes Paket von rund 1,36 Millionen Anteilscheinen.

An der Börse wird die Entwicklung positiv quittiert. Mit einem aktuellen Kurs von 202,70 € liegt der Wert seit Jahresbeginn bereits mit 15,04 % im Plus. Damit notiert die Aktie derzeit nur noch 4,48 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 212,20 €, das erst Anfang Juli erreicht wurde.

Analysten bewerten die Aktie im Konsens weiterhin als „Moderate Buy“. Das durchschnittliche Kursziel wird bei etwa 249 US-Dollar angesiedelt, wobei die optimistischsten Schätzungen bis zu 275 US-Dollar reichen. Marktbeobachter weisen darauf hin, dass das Unternehmen trotz der jüngsten Kursgewinne im Vergleich zum historischen Durchschnitt und der Branchenkonkurrenz noch immer moderat bewertet sein könnte. Als potenzielle Risikofaktoren gelten jedoch auslaufende Verträge sowie mögliche regulatorische Änderungen bei den Erstattungssätzen. Für Dividendenjäger bleibt der Titel ebenfalls interessant: Die Quartalsausschüttung wurde zuletzt auf 0,5158 US-Dollar angehoben.

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