CATL Aktie: Produktionsziel 2026 auf 1.300 GWh erhöht
Veröffentlicht: 01.07.2026 um 10:54 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Der chinesische Batterieriese CATL liefert starke operative Signale – der Aktienmarkt quittiert das mit Kursverlusten. Am Mittwoch fiel die Aktie um 2,33 Prozent auf 383,84 CNY. Ein Widerspruch, der Fragen aufwirft.
2.000 Stationen in China
CATL hat einen wichtigen Punkt erreicht: Das „Choco-SEB"-Batteriewechselnetz umfasst jetzt über 2.000 Stationen. Das Netz erstreckt sich über 31 Provinzen und 180 Städte. In kleineren und mittleren Zentren liegt die Abdeckung bei rund 80 Prozent.
Allein im zweiten Quartal kamen durchschnittlich 200 neue Stationen pro Monat hinzu. Jetzt baut CATL entlang der Autobahnen – unter anderem auf den Strecken Guangzhou-Shenzhen und Peking-Harbin.
Produktion in Michigan läuft
Parallel dazu startet das erste US-Werk von CATL. Die Fabrik in Michigan betreibt CATL im LRS-Modell (Licensing, Royalty, Service). Ford besitzt die Anlage zu 100 Prozent, CATL liefert Technologie und Ausrüstung.
Im Juni hat die Produktion offiziell begonnen. Die Batterien vom Typ Lithium-Eisen-Phosphat (LFP) sollen in Fords neue Elektro-Pickups einfließen. Eine strategische Positionierung auf dem wichtigsten Automarkt der Welt.
Produktionsziel nach oben korrigiert
CATL zeigt sich auch für die Zukunft zuversichtlich. Die Produktionsvorgabe für 2026 liegt nun bei 1.300 GWh – ein Plus von 30 Prozent. Grund ist die starke Nachfrage bei Nutzfahrzeugen und stationären Stromspeichern.
Ein weiterer Hoffnungsträger: die Natrium-Ionen-Batterie. Laut Fertigungschef Ni Jun werden dieses Jahr 10.000 bis 20.000 Elektroautos mit dieser Technologie ausgerüstet. Die günstigen Zellen punkten besonders bei Kälte und niedrigen Rohstoffpreisen.
Technische Gegenwinde
Trotz der guten Nachrichten bleibt die Aktie unter Druck. Der Kurs liegt 7,83 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 416,44 CNY und 18,11 Prozent unter dem Jahreshoch von 468,75 CNY. Der RSI von 42,5 signalisiert eine Annäherung an überverkaufte Niveaus.
Anleger wägen das Wachstum gegen Handelsrisiken ab. Weitere Werke in Ungarn und Indonesien sollen noch dieses Jahr starten. Parallel arbeitet CATL mit Google, Xiaomi und BMW an globalen Standards für das Batterie-Management. Die globale Expansion bleibt der zentrale Kurstreiber – oder das Risiko, falls die Spannungen um China weiter zunehmen.
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