Linnemann: Brauchen Wirtschaftswunder 2.0
07.01.2026 - 08:31:09In Deutschland gebe es eine "Beschreibungsangst", aber jetzt einen Kanzler, der die Dinge nicht schönrede, sagte Linnemann in der Sendung "FrĂŒhstart" von RTL und ntv. Deutschland brauche ein "Wirtschaftswunder 2.0".
Linnemann verwies auf das Wirtschaftswunder in der Bundesrepublik nach dem Zweiten Weltkrieg. Zwar sei die Zeit heute mit jener nach den Kriegswirren nicht vergleichbar. Das Land brauche aber einen groĂen Kraftakt, gegen den die Agenda 2010 des damaligen SPD-Kanzlers Gerhard Schröder ein kleiner gewesen sei. Heute gehe es nicht nur um den Arbeitsmarkt, sondern auch um Reformen fĂŒr die sozialen Sicherungssysteme und den Abbau von BĂŒrokratie.
Merz-Brief: Lage in einigen Bereichen "sehr kritisch"
In einem Schreiben an die Bundestagsabgeordneten von Union und SPD zum Jahresauftakt hatte CDU-Chef Merz der Ankurbelung der deutschen Wirtschaft fĂŒr 2026 höchste PrioritĂ€t eingerĂ€umt. Alle bisher getroffenen Entscheidungen hĂ€tten die wirtschaftliche WettbewerbsfĂ€higkeit Deutschlands noch nicht hinreichend verbessern können, die Lage sei "in einigen Bereichen sehr kritisch", heiĂt es in dem vierseitigen Schreiben des Regierungschefs.
"Keine Tabus" bei Lebensarbeitszeit
Aus Sicht von Linnemann sollten die Menschen in Deutschland auch mehr arbeiten. "FĂŒr mich gibt es keine Tabus", sagte er auf die Frage nach einer möglichen lĂ€ngeren Lebensarbeitszeit und mahnte dazu offene Diskussionen in der Rentenkommission an. Dass es viel mehr Potenzial gebe, mehr zu arbeiten, sei offenkundig. Die Menschen mĂŒssten aber auch sehen, dass es sich lohne.
Auch ein Vorziehen der von der Bundesregierung fĂŒr 2028 verabredeten Reform der Unternehmenssteuer befĂŒrwortet Linnemann. CSU-Chef Markus Söder hatte dies rĂŒckwirkend fĂŒr den 1. Januar 2026 gefordert. "Das sehe ich auch so", sagte der CSU-GeneralsekretĂ€r.

