Cerebras Aktie: Cathie Wood kauft 99.000 Aktien
25.06.2026 - 19:50:02 | boerse-global.de
Nach einer heftigen Korrektur greift die ARK Investment Management zu. Cathie Wood, bekannt für mutige Tech-Wetten, kaufte am 24. Juni 99.000 Aktien des KI-Chip-Herstellers. Der Kurs notiert nach dem jüngsten Ausverkauf nahe dem IPO-Preis von 185 Dollar.
Der Einstieg kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die Aktie des KI-Infrastruktur-Spezialisten verlor am Vortag 19 Prozent. Grund war der erste Quartalsbericht seit dem Börsengang – und die Reaktion der Anleger fiel vernichtend aus, obwohl die Umsatzzahlen die Erwartungen übertrafen.
Zahlen, die gemischt begeistern
Cerebras erzielte im ersten Quartal 2026 einen GAAP-Umsatz von 193,4 Millionen Dollar. Das sind 94 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Kernumsatz lag bei 191,3 Millionen Dollar – die Analystenschätzungen von rund 181 Millionen Dollar wurden deutlich übertroffen. Allerdings blieb die Kasse rot: Der GAAP-Fehlbetrag betrug 14 Millionen Dollar, das bereinigte Minus immerhin nur 2,5 Millionen.
Liquidität hat das Unternehmen reichlich. Zum Quartalsende verfügte Cerebras über 3,3 Milliarden Dollar an Barmitteln und kurzfristigen Investments. Der Grund: der milliardenschwere Börsengang im Mai 2026, der brutto 6,4 Milliarden Dollar einbrachte.
Milliarden-Deals als Fundament
Was institutionelle Investoren wie ARK dennoch lockt, ist ein gewaltiger Auftragsbestand. Cerebras bestätigte einen Multi-Milliarden-Vertrag mit OpenAI im Wert von über 20 Milliarden Dollar. OpenAI plant, über Jahre hinweg 750 Megawatt an KI-Rechenleistung mit Cerebras-Technologie zu nutzen.
Parallel dazu startete das Unternehmen eine Allianz mit Amazon Web Services. Die Idee: AWS Trainium 3 Infrastruktur für das Prefill übernehmen, Cerebras CS-3 Systeme für den zeitkritischen Decode-Teil. Das senkt Latenzen und Lizenzen.
Margendruck als Dämpfer
Die Märkte reagierten verschnupft auf den Margenausblick für 2026. Das Management rechnet mit einer Rohertragsmarge von 38 bis 41 Prozent – unter den Erwartungen. Mehrere Investmenthäuser bleiben dennoch optimistisch. Morgan Stanley etwa hob das Kursziel von 250 auf 273 Dollar und verwies auf die Deals mit OpenAI und AWS.
Rund zwei Drittel des Umsatzes 2026 dürften aus Cloud-Diensten kommen. Cerebras bleibt damit ein zentraler Player in der KI-Hardware, auch wenn die kurzfristige Profitabilität unter Druck steht. Cathie Wood jedenfalls hält ihren Kauf für einen günstigen Einstieg – die Aktie notiert nahe der IPO-Schwelle. Der Markt wird am 10. Dezember die nächsten Quartalszahlen genau prüfen.
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