China, GetrÀnkehersteller

China: GetrÀnkehersteller beenden Kooperation mit Mbappé

Veröffentlicht am: 27.10.2026 um 08:57 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Zwei GetrĂ€nkehersteller in China beenden mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem französischen Fußballstar Kylian MbappĂ©.

Beide Firmen gaben in ihren Mitteilungen an, keine Toleranz fĂŒr Verhalten zu haben, das die GefĂŒhle des chinesischen Volkes verletze. NĂ€here Angaben, wie sich MbappĂ© falsch verhalten haben soll, machten die Unternehmen allerdings nicht.

Chinas Außenministeriumssprecher Guo Jiakun betonte, Worte und Taten, die die GefĂŒhle des chinesischen Volkes verletzen, wĂŒrden selbstverstĂ€ndlich auf gemeinsamen Widerstand aus allen Teilen der chinesischen Gesellschaft stoßen.

Der StĂŒrmer des spanischen Rekordmeisters Real Madrid hatte mit einem im sĂŒdchinesischen Shenzhen ansĂ€ssigen SportgetrĂ€nke-Hersteller und einem in China fĂŒr seine Milchprodukte sehr bekannten Unternehmen aus der Inneren Mongolei Werbepartnerschaften. Unter anderem ist sein Gesicht auf den Etiketten der GetrĂ€nkeflaschen abgebildet. MbappĂ© hat in China viele Fans und ist immer wieder in der Werbung zu sehen.

Wenig spĂ€ter kĂŒndigten außerdem ein weiterer Milchproduktfabrikant und die einflussreiche Social-Media-Plattform Xiaohongshu, quasi das chinesische Pendant zu Instagram, ihre Kooperationen mit MbappĂ©. Chinas Staatsfernsehen zeigte keine Werbung mehr mit dem Fußballer.

Was hat Mbappé getan?

Auch chinesische Medien erlĂ€uterten die Entscheidung der Unternehmen zunĂ€chst nicht und verwiesen lediglich auf Interview-Aussagen des 27-JĂ€hrigen. Das chinesische Sportnachrichten-Portal Dongqiudi erklĂ€rte in einer Stellungnahme, MbappĂ©s Äußerungen nicht ĂŒbersetzen zu können, da sie China und das chinesische Volk verletzten.

Online kursierten zuvor Aussagen des Fußball-Superstars aus dem Interview eines Podcasts. Darin wurde er nach seinem Lieblings-Meme mit ihm selbst gefragt. Memes sind zum Beispiel Fotomontagen, die sich online schnell verbreiten. Als Antwort nannte MbappĂ© ein Meme mit einem "Typen", von dem er glaube, dass es ein "chinesischer Diktator" gewesen sei, auf dem sein Gesicht montiert sei. Das bringe ihn am meisten zum Lachen, sagte der Weltmeister von 2018.

Thema in China zensiert

TatsĂ€chlich kursieren online etwaige Memes mit MbappĂ©s Gesicht, die ursprĂŒnglich auf ein Bild des chinesischen RevolutionsfĂŒhrers Mao Zedong zurĂŒckgehen. Mao genießt als MitbegrĂŒnder der Volksrepublik hohes Ansehen in China. Kritische Inhalte zu Chinas politischen FĂŒhrungspersönlichkeiten werden in der Volksrepublik online in der Regel scharf zensiert - so auch in diesem Fall.

Internetnutzer hĂ€tten deshalb versucht, die Kontroverse anders zu erklĂ€ren, schrieb die Expertin fĂŒr chinesische soziale Medien, Manya Koetse, auf der Online-Plattform X. Sie zitierte einen Beitrag, der auf die chinesischen Geldscheine verwies, um den Hintergrund zu verstehen. Chinesische Banknoten tragen das Konterfei Maos.

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