China-Schock, AuftrÀge

China-Schock - Öffentliche AuftrĂ€ge sollen in EU bleiben

Veröffentlicht am: 09.09.2026 um 14:06 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Im wirtschaftlichen Wettstreit mit China schlĂ€gt die EU-Kommission ein neues Regelwerk fĂŒr die Ausstattung von Schulen, Straßenbau und andere FĂ€lle der öffentlichen Beschaffung vor.

Viele kommunale Behörden nutzten bereits existierende Möglichkeiten nicht, bei der Vergabe europÀische AuftrÀge zu bevorzugen, sagte EU-Industriekommissar Stéphane Séjourné.

Staatliche Gelder sollen strategischer eingesetzt werden, wie der Franzose sagte. Die neuen Regeln sollen die Bedingungen dafĂŒr klarstellen. "Es ist ein strategischer Hebel - und zwar in einer Zeit, in der insbesondere China, Indien, die Vereinigten Staaten und alle heutigen GroßmĂ€chte diesen Handlungshebel als Teil ihrer eigenen Industrie- und Wirtschaftsstrategien nutzen."

Keine Pflicht zu Bevorzugung

Nach dem Willen der BrĂŒsseler Behörde soll festgehalten werden, dass die öffentliche Hand weiterhin europĂ€ische Unternehmen gegenĂŒber Anbietern aus Drittstaaten wie China bevorzugen kann, die umgekehrt europĂ€ischen Bietern nicht gleichen Zugang zu öffentlichen AuftrĂ€gen gewĂ€hren. Verpflichtend werden soll dies aber nicht. Das geht aus dem in BrĂŒssel vorgestellten Vorstoß hervor.

Öffentliche Beschaffung macht nach Angaben der EU-Kommission 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in der EU aus, 2,6 Billionen Euro. Dabei geht es etwa um die Ausstattung von Schulen und öffentlichen KrankenhĂ€usern, Infrastruktur wie Straßenbau, Computer in der Verwaltung und viele andere Bereiche.

Damit der Vorschlag in Kraft tritt, ist die Zustimmung der EuropÀischen Parlaments und der EU-Mitgliedstaaten nötig.

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