VorlÀufige Einigung zwischen USA und China
26.10.2025 - 14:19:52Beide Seiten seien zu einer vorlĂ€ufigen Einigung gelangt, sagte Li Chenggang, Vize-SekretĂ€r im chinesischen Handelsministerium, nach GesprĂ€chen mit der US-Seite. Diese mĂŒsse nun auf beiden Seiten "ein internes Genehmigungsverfahren durchlaufen". Konkrete Angaben zu den Inhalten machte China zunĂ€chst nicht.
Auch US-Finanzminister Scott Bessent sprach von positiven Verhandlungen in Kuala Lumpur, die Vorlauf fĂŒr das Treffen von US-PrĂ€sident Donald Trump und Chinas PrĂ€sident Xi Jinping am Donnerstag in SĂŒdkorea sind. Dann wird sich herausstellen, ob es zu einem Deal kommt.
Trump sagte am Rande des Gipfels in Malaysia: "Ich denke, wir werden ein gutes Abkommen mit China schlieĂen."
Bessent sagte dem Sender CBS News laut Transkript des Interviews: Er wolle den Staatschefs nicht vorgreifen, er gehe aber davon aus, dass die Drohung der USA, Extrazölle ab 1. November auf den Import von chinesischen Produkten zu verhÀngen, vom Tisch sei.
Das gelte auch fĂŒr ein Exportkontrollsystem, das China einfĂŒhren könnte, sagte Bessent dem Sender CBS News. Es geht dabei um Seltene Erden.
Soja und TikTok
Bessent machte in dem Interview auch den Sojabohnen-Bauern in den USA Hoffnung, dass der Boykott von chinesischer Seite beendet werden könnte. Ebenso habe man Details geklÀrt, damit der TikTok-Deal abgeschlossen werden könne. Die chinesische Social-Media-Plattform muss ihr GeschÀft in den USA verkaufen.
Am Wochenende fĂŒhrten China und die USA in Malaysia die fĂŒnfte Runde ihrer HandelsgesprĂ€che, um den seit Monaten andauernden Konflikt beizulegen.
Streit zieht sich schon viele Monate
Der Zollstreit zieht sich schon viele Monate. Beide LÀnder hatten Importe aus dem jeweils anderen Land mit AufschlÀgen von mehr als 100 Prozent belegt: Seit April hatten die USA die Einfuhrzölle auf chinesische Waren schrittweise auf bis zu 145 Prozent erhöht. China reagierte mit Gegenzöllen von bis zu 125 Prozent und verhÀngte Exportkontrollen auf strategisch wichtige Rohstoffe.
Dann folgten eine Zollpause fĂŒr die angedrohten Erhöhungen und es gab Verhandlungen. Zuletzt sprach Trump gar von bis zu 157 Prozent Zöllen, die auf China zukommen wĂŒrden, wenn es keine Einigung gibt.
Xi-Besuch in den USA?
Unterdessen hat Trump ohne konkretere Angaben einen USA-Besuch von Xi ins Spiel gebracht. Der Republikaner sprach am Rande eines Gipfels in Malaysia zunĂ€chst von dem geplanten Treffen am Donnerstag in SĂŒdkorea.
Trump erwĂ€hnte dann seine bereits bekannt gemachten PlĂ€ne fĂŒr einen Besuch in China Anfang nĂ€chsten Jahres und ergĂ€nzte dann ohne den Namen Xi noch einmal zu nennen ein mögliches Treffen in den USA. Als Orte nannte der US-PrĂ€sident Washington oder Mar-a-Lago Palm Beach - das ist Trumps Golfanwesen in Florida.
NĂ€here Informationen, ob es bereits konkrete PlĂ€ne fĂŒr ein solches Treffen gibt oder ob es sich um einen nicht abgesprochenen VorstoĂ handelt, nannte Trump ebenso wenig wie einen möglichen Zeitpunkt. Die Deutsche Presse-Agentur fragte beim chinesischen AuĂenministerium nach einer Stellungnahme.
Es wĂ€re nicht das erste Mal, dass Xi in die USA reist. In Trumps erster Amtszeit war Chinas PrĂ€sident 2017 bereits in Mar-a-Lago. 2015 hatte der damalige US-PrĂ€sident Barack Obama Xi im WeiĂen Haus empfangen.

