China sieht Welt an Kreuzung von 'Krieg und Frieden'
18.09.2025 - 06:23:35 | dpa.de"Die Welt steht heute an einer weiteren Kreuzung: Frieden oder Krieg, Dialog oder Konfrontation", sagte Chinas Verteidigungsminister Dong Jun bei der Eröffnungsfeier des Xiangshan-Forums in Peking. Taiwan sei unbestritten ein Teil Chinas - die Volksbefreiungsarmee sei eine starke Macht, um die "Wiedervereinigung" zu verteidigen, sagte er.
Die Volksrepublik werde es nie zulassen, dass Versuche einer UnabhĂ€ngigkeit Taiwans Erfolg hĂ€tten. Sie sei bereit, jederzeit jede "Ă€uĂere militĂ€rische Einmischung" zu vereiteln, erklĂ€rte Dong, ohne bestimmte LĂ€nder zu nennen. China betrachtet Taiwan als Teil seines Territoriums, obwohl der Inselstaat seit Jahren eine unabhĂ€ngige Regierung hat. Die USA sind Taiwans engster VerbĂŒndeter bei einer Verteidigung.
Mahnung an LĂ€nder im SĂŒdchinesischen Meer
Angesichts der Streitigkeiten vor allem mit den Philippinen um rohstoffreiche Gebiete im SĂŒdchinesischen Meer, betonte Dong, dass China MaĂnahmen ergreifen werde, um seine territoriale SouverĂ€nitĂ€t und seine Rechte und Interessen zu schĂŒtzen. Ein Streben nach absoluter militĂ€rischer Ăberlegenheit und nach dem Prinzip "Macht hat recht" wĂŒrden nach seinen Worten letztlich zu einem "Gesetz des Dschungels" fĂŒhren. Erst kĂŒrzlich hatte China im SĂŒdchinesischen Meer ein Atoll zu einem Naturschutzgebiet erklĂ€rt.
Chinas Gegenveranstaltung
Das Xiangshan-Forum gilt als Chinas Gegenveranstaltung zum international bekannten Shangri-La-Dialog, der sich alljĂ€hrlich in Singapur trifft. Westliche Staaten sind deshalb in Peking meist auf niedriger Ebene vertreten. Deutschland und die USA schickten die MilitĂ€rattachĂ©s ihrer Botschaften. Ăhnlich hatte die Volksrepublik in Singapur in diesem Jahr seit langem nur eine rangniedrige Delegation geschickt und ein persönliches Treffen zwischen Dong und US-Verteidigungsminister Pete Hegseth ausgelassen.
Einige LĂ€nder aus Zentralasien und dem Globalen SĂŒden schickten ihre Verteidigungsminister. FĂŒr das Forum hatten laut Angaben aus Peking Verteidigungspolitiker und -Experten aus mehr als 100 LĂ€ndern zugesagt.
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