Cisco Aktie: 35 Prozent Produktorders-Sprung
18.05.2026 - 18:50:49 | boerse-global.deCisco liefert gerade eine seltene Mischung: kräftiges Wachstum, höhere Prognosen und einen heiß gelaufenen Kurs. Die Aktie erreichte in den USA ein Rekordhoch von 118,21 Dollar. In Deutschland ging sie am Freitag bei 101,64 Euro aus dem Handel, nach gut 21 Prozent Plus in einer Woche.
Der Auftragsschub trägt die Story
Im jüngsten Geschäftsquartal steigerte Cisco den Umsatz um 12 Prozent auf 15,8 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,06 Dollar und übertraf die Erwartungen.
Der Kern der Stärke liegt im Netzwerkgeschäft. Dort sprang der Umsatz um 25 Prozent auf 8,82 Milliarden Dollar. Konzernchef Chuck Robbins spricht von einem „Networking-Supercycle“.
Die Bestellungen stützen diese These. Insgesamt legten die Produktorders um 35 Prozent zu. Besonders stark liefen öffentliche Kunden mit 27 Prozent Plus und Unternehmenskunden mit 18 Prozent.
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Cisco traut sich deshalb mehr zu. Für das laufende vierte Quartal peilt der Konzern Erlöse von 16,7 bis 16,9 Milliarden Dollar an. Das liegt klar über den bisherigen Markterwartungen.
Cashflow bremst die Euphorie
So stark die Umsatzstory wirkt, im Cashflow zeigt sich ein anderer Ton. Der operative Mittelzufluss sank im Quartal auf 3,757 Milliarden Dollar. Im Vorjahr waren es noch 4,057 Milliarden Dollar.
Auch der freie Cashflow gab nach. Er fiel auf 3,343 Milliarden Dollar. Die Marge rutschte von 26,8 auf 21,1 Prozent.
Das ist kein Bruch der Wachstumsgeschichte. Es zeigt aber, dass mehr Umsatz nicht automatisch mehr freie Mittel schafft. Bei einem Kursanstieg in dieser Größenordnung zählt diese Differenz.
Technik und Bewertung werden enger
Die Aktie hat seit Jahresanfang rund 57 Prozent gewonnen. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt das Plus bei knapp 79 Prozent. Der deutsche Schlusskurs markierte zugleich ein neues Jahreshoch.
Technisch ist der Titel weit gelaufen. Der RSI liegt mit 76 klar im überkauften Bereich. Der Kurs notiert gut 38 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt.
In den USA liegt der Kurs bereits über dem durchschnittlichen Analystenziel. Der Marktkonsens bewegt sich bei 114,55 Dollar. HSBC hat sein Ziel zuletzt auf 137 Dollar angehoben.
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Parallel ordnet Cisco Kosten und Wachstum neu. Der Konzern streicht knapp 4.000 Stellen, weniger als 5 Prozent der Belegschaft. Die frei werdenden Mittel sollen in Cybersicherheit und spezielles Silizium fließen.
Die Restrukturierung kann bis zu 1 Milliarde Dollar kosten. Ein großer Teil fällt bereits im laufenden Quartal an. Für das Gesamtjahr peilt Cisco einen Umsatz von 62,8 bis 63,0 Milliarden Dollar an.
Im vierten Geschäftsquartal zählen vor allem zwei Punkte: die neue Erlösspanne und die Cashflow-Marge. Cisco hat die Wachstumsstory geliefert. Jetzt muss der Konzern daraus wieder mehr freie Mittel machen.
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