Clawdbot: Der selbstgehostete KI-Assistent erobert GitHub
26.01.2026 - 05:55:12Ein neues Open-Source-Projekt namens Clawdbot feiert auf GitHub einen viralen Erfolg. Der KI-Assistent läuft lokal auf den Geräten der Nutzer und verspricht Privatsphäre und Kontrolle – ein Gegenentwurf zu den Cloud-Diensten der Tech-Giganten.
Die Begeisterung ist groß: Innerhalb weniger Wochen nach dem Start im Januar 2026 hat das Projekt Tausende von Sternen auf der Entwicklerplattform gesammelt. Clawdbot adressiert damit eine wachsende Sehnsucht unter technikaffinen Nutzern nach dezentralen und personalisierten KI-Lösungen. Entwickelt wurde es von Peter Steinberger, dem Gründer von PSPDFKit.
Wie ein digitaler Kollege im Chat
Anders als herkömmliche Assistenten ist Clawdbot ein selbstgehosteter Agent. Nutzer installieren ihn auf ihrem eigenen Rechner – sei es ein Mac mini, ein Linux-PC oder Windows (via WSL2). Der Clou: Der Assistent verbindet sich dann mit den bevorzugten Messengern des Nutzers, darunter WhatsApp, Telegram, Slack, Discord, Signal und sogar iMessage.
Die Interaktion erfolgt so natürlich wie ein Mensch-zu-Mensch-Chat. Doch hinter der simplen Oberfläche steckt viel Power: Clawdbot verfügt über persistente Erinnerung, merkt sich also Vorlieben und Kontext aus vorherigen Gesprächen. Er kann proaktiv Nachrichten verschicken, etwa morgendliche Briefings oder Erinnerungen. Seine größte Stärke ist jedoch der tiefe Zugriff auf das lokale System.
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Tiefe Systemintegration als Game-Changer
Clawdbot kann auf das Dateisystem zugreifen und Shell-Befehle ausführen. Das eröffnet ein enormes Automatisierungspotenzial: E-Mails verwalten, Smart-Home-Geräte steuern, Skripte ausführen – die Bandbreite der digitalen Aufgaben ist groß. Diese lokale Integration ermöglicht ein Maß an Personalisierung, das mit geschlossenen Cloud-Systemen unmöglich ist.
Die Architektur ist zweigeteilt: Ein „Gateway“ leitet Nachrichten zwischen den Chat-Apps und der KI weiter. Der „Agent“ als Intelligenz-Hub läuft lokal und kann mit verschiedenen großen Sprachmodellen (LLMs) verbunden werden. Nutzer haben die Wahl zwischen Modellen von Anthropic (z.B. Claude Opus 4.5), OpenAI oder sogar selbst gehosteten lokalen LLMs. Alle Einstellungen und Anweisungen liegen als Dateien auf der eigenen Festplatte – ein klares Bekenntnis zu Datenschutz und Nutzerkontrolle.
Eine Community begeistert sich – und stolpert
Der Open-Source-Charakter treibt die Entwicklung rasant voran. Eine lebendige Community hat sich formiert und erweitert die Kernfunktionalität ständig um neue „Skills“ und Integrationen. Dieser kollaborative Spirit erinnert an die frühen Tage von Tools wie VS Code.
Doch der Hype trifft auf Realität: Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen und wird selbst als „Nerd-Projekt“ oder „Bastellabor“ beschrieben. Die Einrichtung gilt als herausfordernd, Bugs sind nicht ungewöhnlich. Auf Plattformen wie Hacker News wird neben der Begeisterung für das Potenzial auch über die Sicherheitspraktiken eines Tools mit tiefem Systemzugriff diskutiert. Ist das Risiko beherrschbar?
Paradigmenwechsel für persönliche KI
Clawdbot markiert einen grundlegenden Wandel. Während kommerzielle Assistenten oft als „Blackbox“ mit begrenztem Gedächtnis agieren, stellt dieses Modell den Nutzer in die volle Kontrolle über Daten und Fähigkeiten. Die KI wird vom passiven Tool auf einer Website zum aktiven, integrierten Partner im digitalen Arbeitsfluss.
Beobachter deuten dies als Vorboten einer intelligenteren, wirklich persönlichen KI. Durch kontextuelles Erinnern, das Lernen von Präferenzen und die Fähigkeit, autonom im Sinne des Nutzers zu handeln, könnten solche Agenten grundlegend verändern, wie wir unser digitales Leben organisieren. Clawdbot positioniert sich damit als mächtige Plattform für KI-Experimente und praktische Automatisierung.
Die nächsten Schritte liegen auf der Hand: Die Benutzerfreundlichkeit muss steigen, der Einrichtungsprozess simpler werden und die Sicherheit weiter gestärkt werden. Für die breite Masse ist Clawdbot noch nicht bereit. Sein viraler Erfolg zeigt jedoch eindrücklich: Die Nachfrage nach mächtigen, privaten und anpassbaren KI-Werkzeugen ist da – und wird von der Basis aus mitgestaltet.
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