Commerzbank, Aktie

Commerzbank Aktie: 1,358 Milliarden Euro Rekordquartal

14.05.2026 - 20:37:10 | boerse-global.de

Commerzbank erzielt bestes Quartalsergebnis, hebt Jahresprognose an und plant milliardenschwere KI-Investitionen mit Stellenabbau.

Commerzbank Aktie: 1,358 Milliarden Euro Rekordquartal - Foto: über boerse-global.de
Commerzbank Aktie: 1,358 Milliarden Euro Rekordquartal - Foto: über boerse-global.de

Die Commerzbank liefert Rekordzahlen und bekommt dafür Rückenwind von Analysten. Der Kern der Story liegt aber tiefer: Die Bank verbindet höhere Gewinnziele mit teuren KI-Plänen und weiterem Stellenabbau. Parallel läuft der UniCredit-Faktor weiter mit. Das dürfte spannend werden.

Rekordzahlen treiben Kursziele

Im ersten Quartal 2026 stieg das operative Ergebnis um 11 Prozent auf 1,358 Milliarden Euro. Das war das beste Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte.

Das Nettoergebnis nach Steuern und Minderheiten kletterte um mehr als 9 Prozent auf 913 Millionen Euro. Die Ertragsseite zog ebenfalls an.

Die Erträge wuchsen um 5 Prozent auf 3,219 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss erreichte mit 1,102 Milliarden Euro ein Allzeithoch. Der Zinsüberschuss blieb trotz gesunkener Leitzinsen nahezu stabil.

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Die CET-1-Quote lag am 31. März 2026 bei 14,5 Prozent. Der Puffer zur Mindestanforderung betrug 417 Basispunkte. Das gibt dem Vorstand Spielraum für Strategie, Ausschüttung und Umbau.

Die Aktie notiert am Donnerstag bei 36,55 Euro und liegt damit 0,99 Prozent im Plus. Auf Zwölfmonatssicht steht ein Gewinn von 39,82 Prozent.

Der RSI von 83,3 zeigt allerdings, dass die Bewegung kurzfristig heiß gelaufen ist. Das nimmt dem Rekordmomentum nicht den Rückenwind, setzt aber eine höhere Messlatte.

  • Deutsche Bank Research: Kursziel auf 42 Euro erhöht, zuvor 40 Euro; Einstufung „Buy“.
  • JPMorgan: Kursziel auf 37 Euro erhöht, zuvor 36 Euro; Einstufung „Neutral“.
  • RBC: Einstufung „Outperform“, Kursziel 43 Euro.
  • DZ Bank: Einstufung „Kaufen“, Kursziel 42 Euro.

KI-Pläne kosten Geld und Jobs

Kern der Strategie „Momentum 2030“ ist ein großes Technologieprogramm. Die Bank plant KI-Investitionen von rund 600 Millionen Euro bis zum Ende des Jahrzehnts.

Ab 2030 erwartet sie daraus jährlich rund 500 Millionen Euro Wertbeitrag. Das Ziel: KI soll rund ein Zehntel der Kapazitäten freisetzen.

Bis 2030 sollen konzernweit etwa 3.000 weitere Vollzeitstellen wegfallen. Der Vorstand beziffert die Kosten dafür auf rund 450 Millionen Euro. Die Bank will den Abbau sozialverträglich regeln.

Geplant sind Verrentungen, Altersteilzeit und Programme für freiwillige Austritte. Eine Zusatzprämie von 50.000 Euro soll Altersteilzeit attraktiver machen. Die Regelung schließt betriebsbedingte Kündigungen faktisch aus.

Ver.di lehnt eine mögliche Übernahme durch UniCredit weiter ab. Die Gewerkschaft sieht Risiken für Beschäftigung und Standorte und stützt den eigenständigen Kurs.

Höheres Ziel, offene Übernahmefrage

Nach dem starken Start hebt die Commerzbank ihr Nettoergebnisziel für 2026 auf mindestens 3,4 Milliarden Euro an. Zuvor lag die Messlatte bei mehr als 3,2 Milliarden Euro.

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Bis 2028 peilt die Bank eine Nettoeigenkapitalrendite von rund 17 Prozent an. Bis 2030 soll sie auf rund 21 Prozent steigen.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende von 1,10 Euro je Aktie vor. Die Ausschüttung würde sich auf rund 1,2 Milliarden Euro summieren.

Zwischen September 2025 und März 2026 schloss die Bank zwei Aktienrückkäufe ab. Das Volumen lag bei insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro.

Am 20. Mai stimmt die Hauptversammlung in Wiesbaden über die vorgeschlagene Dividende ab. Die Annahmefrist für das UniCredit-Angebot endet voraussichtlich am 3. Juli 2026; ein Abschluss wäre wegen Genehmigungen frühestens 2027 möglich. Bis dahin prägen Rekordgewinn, KI-Umbau und Übernahmeangebot die Bewertung der Aktie.

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