Commerzbank Aktie: Gewinnziel angehoben
11.02.2026 - 15:27:30Die Commerzbank hat gestern ihre Zahlen für 2025 vorgelegt und gleichzeitig die Gewinnprognose für 2026 nach oben geschraubt. Der Nettogewinn soll nun über die bisherige Zielmarke von 3,2 Milliarden Euro hinausgehen. Bis 2028 peilt Vorstandschefin Bettina Orlopp weiterhin 4,2 Milliarden Euro an. Doch die Reaktion der Börse fiel verhalten aus – die Aktie rutschte um rund zwei Prozent ab.
Solide Bilanz trotz Umbaukosten
Im vergangenen Jahr verdiente die Commerzbank 2,63 Milliarden Euro und verfehlte damit den Rekord von 2024 nur knapp um zwei Prozent. Bereinigt um Restrukturierungskosten von 562 Millionen Euro für den Stellenabbau hätte der Gewinn bei rund 3 Milliarden Euro gelegen – ein neuer Höchstwert. Das vierte Quartal trug mit 737 Millionen Euro mehr zum Ergebnis bei als Analysten erwartet hatten.
Für 2026 rechnet die Bank mit einem Zinsüberschuss von 8,5 Milliarden Euro, nachdem dieser 2025 noch bei 8,2 Milliarden lag. Der Provisionsüberschuss soll um sieben Prozent zulegen. Zudem will Orlopp die Kostenquote von zuletzt 57 Prozent auf 54 Prozent drücken – bis 2028 sollen es nur noch 50 Prozent sein. Künstliche Intelligenz soll dabei helfen, die Effizienz zu steigern.
Anleger bekommen kompletten Gewinn
Die Aktionäre dürfen sich über eine kräftige Dividendenerhöhung freuen. Für 2025 sind 1,10 Euro je Aktie vorgesehen – ein Anstieg von fast 70 Prozent gegenüber den 0,65 Euro des Vorjahres. Zusätzlich startet ein weiteres Aktienrückkaufprogramm über bis zu 540 Millionen Euro. Insgesamt fließen damit 2,7 Milliarden Euro an die Aktionäre zurück – mehr als der ausgewiesene Jahresgewinn.
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Diese großzügige Ausschüttungspolitik ist Teil der Strategie im Abwehrkampf gegen die UniCredit. Die Italiener halten mittlerweile gut 26 Prozent der Commerzbank-Anteile und haben über Finanzinstrumente Zugriff auf weitere drei Prozent. Ab 30 Prozent müsste UniCredit-Chef Andrea Orcel ein Übernahmeangebot vorlegen – doch der hohe Aktienkurs schreckt ihn bisher ab. Orlopp will durch attraktive Ausschüttungen verhindern, dass Aktionäre ihre Papiere an die Mailänder verkaufen. Bis 2028 sollen die kompletten Jahresgewinne in Form von Dividenden und Rückkäufen fließen.
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