Commerzbank Aktie: UniCredit vermeidet Pflichtangebot
Veröffentlicht: 03.06.2026 um 06:43 Uhr, Redaktion boerse-global.de
UniCredit hat im Übernahmekampf um die Commerzbank eine entscheidende Hürde genommen. Die italienische Großbank überschritt mit 34,35 Prozent die 30-Prozent-Schwelle – und vermeidet damit ein deutlich teureres Pflichtangebot.
Die Commerzbank-Aktie notiert mit 37,17 Euro nahe ihrem 52-Wochen-Hoch und hat in den vergangenen 30 Tagen rund neun Prozent zugelegt. Genau das macht das Tauschangebot für Aktionäre unattraktiv. Pro Commerzbank-Papier werden 0,485 eigene Aktien geboten – ein Abschlag auf den aktuellen Marktpreis. Vorstand und Aufsichtsrat raten daher von der Annahme ab.
Parallel dazu hält UniCredit Derivate von rund 14 Prozent. Ein Teil davon lässt sich direkt in Aktien umwandeln, der Rest dient der Absicherung.
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Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp warnt derweil vor einem deutlich größeren Stellenabbau im Fall einer Übernahme. Statt 3.000 Stellen wären bis zu 11.000 betroffen. Zudem bleibe UniCredit in Russland aktiv, was zusätzliche Risiken berge.
Die Annahmefrist läuft bis zum 16. Juni, eine Verlängerung bis 3. Juli ist möglich.
Steigt die Beteiligung auf rund 40 Prozent, könnte die Europäische Zentralbank eine vollständige Übernahme verlangen. Der Bund hält noch rund 12 Prozent der Anteile und lehnt die feindliche Übernahme ab. Ohne eine deutliche Steigerung des Angebots bleibt UniCredit von einer Kontrollmehrheit weit entfernt.
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