Corning Aktie: 1.000 Jobs in North Carolina
13.06.2026 - 02:38:48 | boerse-global.de
Corning bekommt den KI-Hype direkt in die Fabrikhallen zu spüren. Der Spezialglashersteller baut sein Werk in North Carolina massiv aus und schafft rund 1.000 neue Arbeitsplätze. Der Grund: Die Nachfrage nach optischen Hochleistungsfasern für KI-Rechenzentren explodiert.
Die Aktie schloss am Freitag bei 155,02 Euro mit einem Plus von 1,61 Prozent. Seit Jahresbeginn liegt sie bei 100,34 Prozent im Plus. Allerdings: Vom 52-Wochen-Hoch bei 181,98 Euro aus Mai 2026 fehlen noch knapp 15 Prozent.
Kupfer hat keine Zukunft mehr
Herkömmliche Kupferkabel stoßen in modernen KI-Clustern an ihre Grenzen. Tausende parallel geschaltete Grafikprozessoren brauchen Glasfaser, um Daten in Echtzeit zu transportieren. Corning profitiert vom Umstieg auf 800G- und 1,6G-Netzwerkgeschwindigkeiten.
Das Unternehmen setzt auf seinen strategischen "Springboard"-Plan. Ziel: den Zusammenschluss von zyklischer Erholung in Carrier-Netzen und strukturellem KI-Wachstum nutzen. Die großen Cloud-Konzerne dürften laut Unternehmensangaben schon bald zu Cornings größten Kunden zählen.
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Eine Million Dollar schwere Partner
In diesem Jahr sicherte sich Corning gleich drei milliardenschwere Partnerschaften: mit Meta Platforms, Nvidia und Amazon. Die Deals umfassen langfristige Lieferverträge und eine Verzehnfachung der Produktionskapazität in mehreren US-Werken.
Damit unterstreicht Corning seine Sonderrolle. Das Unternehmen erfand die verlustarme Glasfaser und baut sie heute für die nächste Generation von KI-Fabriken. Analysten von UBS und Mizuho bleiben positiv gestimmt.
Technisch neutral, strategisch spannend
Der 14-Tage-RSI liegt bei 49,0 — weder überkauft noch überverkauft. Die Aktie notiert knapp über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 151,97 Euro. Nach dem jüngsten Rutsch von über zwölf Prozent in den letzten 30 Tagen scheint eine Stabilisierung eingesetzt zu haben.
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Bleibt die Frage, ob Corning seine Produktionsausweitungen in North Carolina und Texas termingerecht stemmt. Neue Details zu den "Springboard"-Finanzzielen werden für den Sommer erwartet. Für Anleger ist das der entscheidende Lackmustest.
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