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Credo Technology Aktie: 12,6 Millionen Dollar Verkauf

Veröffentlicht am: 17.07.2026 um 16:15 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Credo Technology verliert binnen einer Woche 27 Prozent. InsiderverkĂ€ufe und rĂŒcklĂ€ufiges Hedgefonds-Interesse belasten die hochbewertete KI-Aktie zusĂ€tzlich.

Credo Technology Aktie: InsiderverkÀufe und Kurssturz belasten
Abstrakte Darstellung der Halbleiterindustrie mit kĂŒhler, analytischer Stimmung und subtilen Hightech-Elementen. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Bei Credo Technology liegen die Nerven blank. Innerhalb nur einer Woche verlor das Papier fast 27 Prozent an Wert. WĂ€hrend der Spezialist fĂŒr KI-KonnektivitĂ€t fundamental glĂ€nzt, scheint das Vertrauen der FĂŒhrungsebene und großer Investoren massiv zu bröckeln.

Bewertung am Limit

Das Unternehmen wÀchst rasant. Der Umsatz sprang zuletzt um 205,7 Prozent nach oben. Parallel dazu erreichte die operative Marge starke 33,3 Prozent. Der Markt stört sich jedoch zunehmend am Preis der Aktie.

Mit einem Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis von ĂŒber 80 wirkt die Bewertung im Vergleich zum Marktschnitt extrem teuer. Der S&P 500-Median liegt lediglich bei 24,5. Diese Diskrepanz macht das Papier in einem nervösen Marktumfeld anfĂ€llig fĂŒr Korrekturen.

VerkÀufe in der Chefetage

Die FĂŒhrungsriege nutzt das hohe Kursniveau fĂŒr VerkĂ€ufe. COO Lam Yat Tung verĂ€ußerte Mitte Juli Stammaktien fĂŒr insgesamt 12,6 Millionen USD. Diese Transaktion erfolgte im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans.

Kurz davor stieß ein Familientrust des CTOs Chi Fung Cheng ebenfalls Anteile ab. Zudem ĂŒbertrug CEO William Brennan 300.000 Aktien in Familientrusts. Solche Bewegungen in der Chefetage verunsichern Privatanleger, die darin ein Signal fĂŒr ein begrenztes weiteres AufwĂ€rtspotenzial sehen.

Institutionelle Anleger weichen zurĂŒck

Großanleger ziehen sich ebenfalls zurĂŒck. Die Principal Financial Group reduzierte ihre Beteiligung bereits im ersten Quartal. Professionelle Verwalter scheinen Gewinne zu sichern, bevor der Bewertungsdruck weiter zunimmt.

Auch bei Hedgefonds lĂ€sst die Begeisterung nach. Die Anzahl der investierten Portfolios sank in den ersten drei Monaten des Jahres von 69 auf 59. Dieser RĂŒckzug institutioneller StĂŒtzen entzieht der Aktie den nötigen Halt fĂŒr eine schnelle Erholung.

Die Aktie notiert nun fast 40 Prozent unter ihrem Juni-Hoch. Am Freitag beschleunigte sich der AbwĂ€rtstrend mit einem Minus von gut neun Prozent auf 188,84 USD. Jetzt rĂŒckt der 100-Tage-Durchschnitt bei rund 182 USD als nĂ€chste charttechnische Marke in den Mittelpunkt.

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