CrowdStrike, Aktie

CrowdStrike Aktie: Analysten spalten sich bei 169 bis 103 Dollar

04.07.2026 - 11:05:01 | boerse-global.de

Der 4-zu-1 Aktiensplit von CrowdStrike verursacht scheinbare Kursverluste, während Analysten uneins über den fairen Wert des Cybersicherheitsspezialisten bleiben.

CrowdStrike Aktie: 4-zu-1 Split sorgt für Verwirrung bei Anlegern
CrowdStrike - Abstrakte Darstellung des Cybersicherheitssektors mit leuchtenden Netzwerkknoten, die unterschiedliche Analystenmeinungen symbolisieren. 04.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Wer sich die Wochenperformance von CrowdStrike ansieht, dürfte kurz erschrecken. Minus 71,65 Prozent in sieben Tagen, minus 73,34 Prozent in 30 Tagen. Ein Absturz? Nein — nur ein Aktiensplit, der die Statistik durcheinanderwirbelt.

Der Split erklärt den scheinbaren Absturz

CrowdStrike hat am 2. Juli einen Aktiensplit im Verhältnis 4-zu-1 vollzogen. Aktionäre, die am 25. Juni im Bestand geführt wurden, erhielten für jede Aktie drei zusätzliche Anteile. Am Mittwoch schloss die Aktie noch bei 772,74 Dollar, am Morgen danach bei rund 193 Dollar — vier Mal so viele Aktien, jede nur noch ein Viertel wert.

Der nominale Kursrutsch ist also reine Mechanik, kein Wertverlust. Freitag schloss die Aktie bei 171,98 Euro, ein Plus von 1,49 Prozent auf Tagesbasis. Der RSI von 20 signalisiert eine stark überverkaufte Situation — logisch, wenn Kursvergleichs-Tools den Split nicht sauber herausrechnen.

Analysten weit auseinander

Der Split hat einen alten Streit neu entfacht: Wie viel ist CrowdStrike eigentlich wert? Die Kursziele der Analysten liegen nach der Split-Anpassung so weit auseinander wie selten zuvor.

  • Barclays (Saket Kalia): 169 Dollar, "Overweight" bestätigt, gestützt auf das 42-Fache des für 2031 erwarteten freien Cashflows von 4,2 Milliarden Dollar
  • Bernstein: nur 103 Dollar — die skeptischste Stimme am Markt
  • Cantor Fitzgerald: 725 Dollar auf Vor-Split-Basis, "Overweight"
  • Wells Fargo: angehoben auf 225 Dollar nach dem Split
  • Mizuho Securities: 175 Dollar, "Buy" bestätigt

William Blair-Analyst Jonathan Ho bleibt ebenfalls bei "Buy". Er verweist auf die starke operative Entwicklung des Unternehmens, einen großen, noch wenig erschlossenen Markt und mögliches schnelleres Wachstum bei den wiederkehrenden Umsätzen durch neue KI-Tools.

Schon vor dem Split zeigten sich Risse in der Stimmung. Arete-Analystin Ellie Kearney stufte die Aktie am 29. Juni von "Buy" auf "Neutral" herab, mit einem Kursziel von 730 Dollar. Einen Tag zuvor hatte Wells Fargo-Analyst Michael Turrin sein Kursziel noch von 500 auf 725 Dollar angehoben — Branchenchecks hätten gezeigt, dass Kunden weiter in Plattform-Sicherheitsprodukte investieren.

CEO verkauft Aktien rund um den Split

Parallel zum Split fielen Aktienverkäufe von CEO George Kurtz auf. Am 1. Juli verkaufte er 2.590 Aktien der Klasse A für rund 1,94 Millionen Dollar, zu Preisen zwischen 766,63 und 785,60 Dollar. Die Transaktion lief über einen vorab festgelegten 10b-1-Plan vom 6. Januar.

Bereits Ende Juni hatte Kurtz laut Pflichtmitteilungen weitere 5.012 Aktien verkauft und dabei knapp 2 Millionen Dollar erlöst. Verkäufe nach festem Plan sind bei US-Führungskräften üblich und kein automatisches Warnsignal — sie fallen aber in eine Phase erhöhter Marktaufmerksamkeit.

Bewertung bleibt der Streitpunkt

Der Split senkt die Einstiegshürde für Kleinanleger. Am eigentlichen Bewertungsproblem ändert das nichts: CrowdStrike handelt zum 137-Fachen der erwarteten Gewinne. Ein Aufschlag, an dem sich die Wall Street seit Monaten die Zähne ausbeißt.

Einige Analysten warnen, das Wachstum bei den wiederkehrenden Jahresumsätzen könnte künftig unter 25 Prozent fallen. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität der Aktie liegt bei 224,56 Prozent — ein Wert, der die Nervosität rund um den Split zusätzlich unterstreicht.

Der breitere Analystenkonsens bleibt dennoch klar positiv. Von 37 Bewertungen der vergangenen drei Monate lauten 29 auf "Buy", sieben auf "Hold" und nur eine auf "Sell". Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei 196,02 Dollar.

Der Split hat den Einstiegspreis zurückgesetzt und die Rechnungen der Analysten neu gemischt. Die eigentliche Frage bleibt offen: Rechtfertigt das KI-getriebene Wachstum von CrowdStrike weiterhin einen Bewertungsaufschlag dieser Größenordnung, oder hat der Markt die guten Nachrichten längst eingepreist?

Anzeige

CrowdStrike-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue CrowdStrike-Analyse vom 4. Juli liefert die Antwort:

Die neusten CrowdStrike-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für CrowdStrike-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

CrowdStrike: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

de | US22788C1053 | CROWDSTRIKE | boerse | 69686405 |