Söder: EU-Parlament muss US-Abkommen schnell ratifizieren
04.05.2026 - 16:27:54 | dpa.deEs sei jetzt sehr "wichtig, dass Europa handelt. Denn Europa ist fĂŒr die Zollpolitik zustĂ€ndig", sagte der bayerische MinisterprĂ€sident am Rande eines Termins in Erding bei MĂŒnchen. "Das heiĂt vor allen Dingen, dass das EuropĂ€ische Parlament endlich das ratifiziert, was die Kommission eigentlich schon im letzten Jahr ausgehandelt hat. Das ist doch die RealitĂ€t."
DarĂŒber hinaus gelte es zu klĂ€ren, ob die neuen Zollandrohungen aus den USA eine Reaktion auf die europĂ€ische Nichtumsetzung seien oder "ob es darĂŒber hinaus geht", betonte Söder, der am Dienstag mit seinem Kabinett nach BrĂŒssel reisen wird. Dort soll es bei den geplanten GesprĂ€chen auch um die US-Zollpolitik gehen.
EU-Handelsabkommen mit den USA erst wenige Monate alt
Im August 2025 hatten sich US-PrÀsident Donald Trump und EU-KommissionsprÀsidentin Ursula von der Leyen (CDU) in einem Rahmenabkommen auf eine Zollobergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA geeinigt.
Auch fĂŒr europĂ€ische Autos und Autoteile sollte der Satz gelten. Trump kĂŒndigte aber am Freitag an, er wolle Zölle auf Autos und Lastwagen, die aus der EU in die USA eingefĂŒhrt werden, von kommender Woche an auf 25 Prozent erhöhen. Er begrĂŒndete das damit, dass sich die EU nicht an das vereinbarte Handelsabkommen halte.
Söder: "Letztlich ist das alles unglaublich anstrengend"
"Letztlich ist das alles unglaublich anstrengend, wenig hilfreich und wenig zielfĂŒhrend", sagte Söder. "Darum auch mein Appell, dass wir versuchen, mit den Amerikanern im Dialog zu bleiben, so schwer, dass einem manchmal auch fĂ€llt und so sehr es einen auch mal nerven kann."
Da die bayerische Wirtschaft sehr exportorientiert ist und mit den USA einen sehr engen Handelskontakt pflegt, dĂŒrften die höheren Zölle hierzulande besonders schwer wiegen.
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