CXMT steigt zu Chinas wertvollstem Börsenkonzern auf
Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 09:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWSChangxin Technology (CXMT) löste den Internetkonzern Tencent an der Spitze ab.
Am Donnerstag kam CXMT auf einen Börsenwert von umgerechnet rund 455 Milliarden Euro. Tencent war nach Kursverlusten noch etwa 442 Milliarden Euro wert. Am Freitag baute der Chiphersteller seinen Vorsprung zunÀchst aus.
Tencent bleibt beim Umsatz deutlich gröĂer
Beim Umsatz ist Tencent weiterhin wesentlich gröĂer. Der vor allem fĂŒr seine Messenger- und Bezahl-App WeChat sowie fĂŒr Computerspiele bekannte Internetkonzern nahm im ersten Halbjahr 401 Milliarden Yuan ein, umgerechnet rund 52 Milliarden Euro. CXMT hatte fĂŒr denselben Zeitraum 110 bis 120 Milliarden Yuan prognostiziert und damit weniger als ein Drittel des Tencent-Umsatzes.
Die hohe Bewertung hĂ€ngt vor allem mit den Erwartungen an den Boom bei KĂŒnstlicher Intelligenz zusammen. FĂŒr den Bau von KI-Servern und Rechenzentren werden groĂe Mengen an Speicherchips benötigt. Zugleich ist das Angebot knapp. Seit der zweiten HĂ€lfte des vergangenen Jahres sind die Preise fĂŒr sogenannte DRAM-Chips deshalb stark gestiegen.
Speicherchipmangel treibt das GeschÀft
CXMT ist Chinas gröĂter Hersteller solcher Chips. Nach eigenen Angaben liegt der Konzern bei der ProduktionskapazitĂ€t weltweit auf Rang vier. Der Abstand zu den MarktfĂŒhrern Samsung KR7005930003, SK Hynix KR7000660001 und Micron US5951121038 ist jedoch weiterhin groĂ.
Der Mangel und die höheren Preise lassen das GeschÀft derzeit rasant wachsen. Zum Sprung vorbei an Tencent trug aber auch die SchwÀche des bisherigen Spitzenreiters bei. Tencent investiert krÀftig in Rechenzentren und KI. Zuletzt belastete jedoch die Sorge vor zu hohen Ausgaben den Aktienkurs.
Peking setzt auf heimische Chips
Der Aufstieg von CXMT passt zu Pekings Ziel, China bei Halbleitern unabhĂ€ngiger vom Ausland zu machen. Die USA beschrĂ€nken seit Jahren die Lieferung moderner Chips und Fertigungsanlagen nach China. Zu den groĂen CXMT-AktionĂ€ren gehören staatliche chinesische Fonds und regionale Beteiligungsgesellschaften.
