Cyber-Betrüger, Bankkunden

Cyber-Betrüger zielen gezielt auf deutsche Bankkunden

23.01.2026 - 19:12:12

Eine neue Welle raffinierter Online-Banking-Betrügereien verunsichert Kunden von Volksbanken, Sparkassen und Neobrokern. Die Täter setzen auf psychologische Tricks und moderne Technik.

Seit Jahresbeginn 2026 häufen sich hochprofessionelle Betrugsversuche im Online-Banking. Kriminelle nutzen immer ausgefeiltere Methoden, um an Daten und Geld zu gelangen. Verbraucherschützer und Banken warnen aktuell vor gezielten Angriffen auf Kunden verschiedener Institute – von traditionellen Volksbanken und Sparkassen bis hin zu modernen Neobrokern wie Trade Republic. Die Angriffe sind längst nicht mehr plump, sondern setzen auf Technologie und Psychologie, um Sicherheitsvorkehrungen auszuhebeln.

Die Betrüger werden kreativer. Statt grober E-Mails setzen sie auf gezielte Kampagnen. Kunden der Volksbanken erhielten etwa Nachrichten mit dem Betreff „Volksbank Kundenservice“, die unter dem Vorwand einer Sicherheitsaktualisierung zum Klick auf einen Link drängten. Ähnlich gingen Täter bei der Advanzia Bank vor. Auch Nutzer des Brokers Trade Republic wurden mit Phishing-Versuchen konfrontiert, die auf Kontobestätigungen abzielten.

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Doch die Gefahr lauert nicht nur im Postfach. Immer häufiger nutzen Kriminelle SMS-Angriffe (Smishing) oder gefälschte QR-Codes (Quishing). Bei Sparkassen-Kunden beobachteten Experten eine besonders perfide Masche: Sie imitiert das S-ID-Check-Verfahren für Kreditkartenzahlungen. Gefälschte Nachrichten fordern zur „Aktualisierung“ auf und leiten auf schädliche Webseiten um. Eine weitere Methode ist der digitale Anlagebetrug, bei dem über gefälschte Nachrichtenportale für angebliche Hochrendite-Projekte wie „Sparkasse Invest“ geworben wird.

Die Technik der Täter: KI, Deepfakes und unsichtbare Fallen

Die Angreifer rüsten technisch auf. Selbst das Öffnen einer HTML-E-Mail kann riskant sein, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Im Quelltext könnten unsichtbare Tracking-Pixel oder Schadcode versteckt sein. Eine beliebte Methode ist auch die Verwendung präparierter PDF-Dateien, die Opfer unbemerkt auf Phishing-Seiten leiten. Zudem verschleiern Kriminelle bösartige Links mit sogenannten Link-Wrapping-Diensten hinter harmlos aussehenden Adressen.

Experten sehen einen klaren Trend: Immer öfter kommen KI-gestützte Angriffe und Deepfake-Technologien zum Einsatz, um die Glaubwürdigkeit zu erhöhen. Das Ziel bleibt stets dasselbe – der Diebstahl von Zugangsdaten, persönlichen Informationen und Transaktionsnummern (TANs). In einigen Fällen erhöhen die Hacker nach dem Einbruch sogar das Überweisungs- oder Kreditlimit, um den Schaden zu maximieren.

So schützen Sie sich: Grundregeln für mehr Sicherheit

In diesem digitalen Wettrüsten ist die Wachsamkeit der Nutzer die wichtigste Verteidigungslinie. Eine Grundregel gilt immer: Seriöse Banken und Finanzdienstleister fordern niemals per E-Mail oder SMS zur Eingabe von PINs oder TANs auf. Solche Aufforderungen sollten ignoriert und als Spam gemeldet werden.

Zu den essenziellen Schutzmaßnahmen gehören:
* Die genaue Prüfung von Absenderadressen.
* Skepsis bei unpersönlichen Anreden wie „Sehr geehrter Kunde“.
* Die Kontrolle der URL in der Browserzeile (sicher erkennbar an „https://“ und einem Schloss-Symbol).
* Regelmäßige Updates für Betriebssystem, Browser und Banking-Apps.
* Die Verwendung von starken, einzigartigen Passwörtern für jeden Dienst.

Im Ernstfall: Schnelles Handeln ist entscheidend

Wer den Verdacht hat, auf einen Betrug hereingefallen zu sein, muss sofort handeln. Der wichtigste Schritt ist die umgehende Sperrung des Online-Bankings. Dies ist über die eigene Bank oder den zentralen Sperr-Notruf 116 116 (rund um die Uhr erreichbar) möglich. Anschließend sollten alle betroffenen Passwörter geändert und Anzeige bei der Polizei erstattet werden. Verbraucherschützer wie die Verbraucherzentrale NRW sammeln zudem Meldungen über neue Phishing-Versuche, um die Öffentlichkeit schnell warnen zu können.

Die digitale Transformation bringt Komfort, aber auch neue Risiken. Kriminelle werden ihre Methoden stetig verfeinern. Für Verbraucher bedeutet das: Sichere Bankgeschäfte sind kein einmaliger Akt, sondern ein fortlaufender Prozess aus Wachsamkeit, aktueller Information und der strikten Einhaltung grundlegender Sicherheitsregeln.

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