Cyberangriffe, Olympia

Cyberangriffe auf Olympia 2026: Italien wehrt russische Hacker ab

07.02.2026 - 21:11:12

Italiens Cybersicherheitsbehörde wehrte gezielte DDoS-Angriffe auf die digitale Infrastruktur der Olympischen Winterspiele ab, die einer pro-russischen Hackergruppe zugeschrieben werden.

Italien hat kurz vor den Olympischen Winterspielen 2026 eine koordinierte Hackerattacke vereitelt. Die Angriffe zielten auf die digitale Infrastruktur der Spiele und wurden russischen Quellen zugeschrieben.

Die italienischen Sicherheitsbehörden stoppten mehrere Angriffe in den Tagen vor der Eröffnungsfeier am 6. Februar. Betroffen waren neben der offiziellen Olympia-Website auch Systeme des Außenministeriums und Hotels im Austragungsort Cortina d’Ampezzo. Die schnelle Reaktion verhinderte ernsthafte Störungen für die bereits laufenden Spiele.

Koordinierter digitaler Ansturm

Bei den Attacken handelte es sich primär um Distributed Denial-of-Service (DDoS)-Angriffe. Dabei werden Server mit massenhaft Anfragen überflutet, bis sie für normale Nutzer nicht mehr erreichbar sind. Die pro-russische Hackergruppe NoName057(16) bekannte sich über Telegram zu den Attacken. Sie begründete diese als Vergeltung für Italiens Unterstützung der Ukraine.

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Die Wahl der Ziele – von Regierungsportalen bis zu Athletenunterkünften – deutet auf eine Absicht hin, maximales Chaos zu verursachen und das Vertrauen in die Sicherheit der Spiele zu untergraben. Für Italien war es der erste große Praxistest der 2021 gegründeten Nationalen Cybersicherheitsagentur (ACN). Diese überwachte mit einem eigens eingerichteten 24-Stunden-Kontrollzentrum proaktiv digitale Kanäle und konnte die Angriffe so frühzeitig abwehren.

Geopolitische Schatten über den Spielen

Die Cyberattacken stehen im Kontext des Ukraine-Kriegs. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat Russland aufgrund des Angriffskriegs von 2022 von den Spielen 2026 als Nation ausgeschlossen. Lediglich 13 russische Athleten dürfen unter neutraler Flagge antreten.

Es ist nicht das erste Mal, dass mit Russland in Verbindung gebrachte Akteure Olympische Spiele ins Visier nehmen. Bereits die Winterspiele 2018 in PyeongChang und die Sommerspiele 2020 in Tokyo waren Ziel von Cyberoperationen. Experten sehen in den jüngsten Vorfällen eine Fortsetzung dieser Strategie, das Internet als Bühne für politische Vergeltung zu nutzen.

Hybride Bedrohungen im KI-Zeitalter

Sicherheitsexperten warnen, dass die DDoS-Angriffe nur die Spitze des Eisbergs sein könnten. Die zunehmende Verfeinerung von Cyberwerkzeugen, insbesondere durch Künstliche Intelligenz (KI), stellt eine neue Herausforderung dar. Die ACN rechnet damit, dass Angreifer KI-Agenten für effizientere und größere Attacken einsetzen werden.

Das Bedrohungsspektrum ist breit: Von gezielten Phishing-Kampagnen gegen Teilnehmer und Offizielle über die Verbreitung von Desinformation bis hin zu Deepfake-Videos, die gezielt Panik schüren sollen. Auch Ransomware-Angriffe auf Zulieferer, Ticketbetrug und kompromittierte öffentliche WLAN-Netze sind ernstzunehmende Risiken.

Die erfolgreiche Abwehr zeigt, dass digitale Resilienz bei Großveranstaltungen heute genauso wichtig ist wie physischer Schutz. Die Sicherheitsbehörden bleiben in höchster Alarmbereitschaft – der Cyber-Marathon dauert an, solange die Spiele laufen.

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