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WDH / DĂ€nemark empört ĂŒber Trumps Sondergesandten fĂŒr Grönland

22.12.2025 - 14:40:28

DĂ€nemark hat nach US-PrĂ€sident Donald Trumps Ernennung eines Sondergesandten fĂŒr Grönland den amerikanischen Botschafter zu einem GesprĂ€ch einbestellt.

Das sagte der dĂ€nische Außenminister Lars LĂžkke Rasmussen dem Sender TV2.

Trump hat seit seinem Amtsantritt im Januar immer wieder mit Hinweis auf die nationale Sicherheit umstrittene BesitzansprĂŒche auf Grönland angemeldet. Die Debatte darĂŒber war zuletzt aber etwas abgeklungen.

Nun schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, er ernenne den Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry, zum Sondergesandten fĂŒr das offiziell zu DĂ€nemark gehörende Grönland. Landry bezeichnete es auf der Plattform X als eine Ehre, dazu beitragen zu dĂŒrfen, "Grönland zu einem Teil der USA zu machen".

Äußerung Landrys "vollkommen inakzeptabel"

Der dĂ€nische Außenminister LĂžkke Rasmussen sagte zu TV2, die Ernennung Landrys zum US-Sondergesandten komme aus heiterem Himmel und dessen Äußerung sei "vollkommen inakzeptabel". Im GesprĂ€ch mit dem amerikanischen Botschafter Ken Howery wolle LĂžkke Rasmussen dagegen protestieren und eine ErklĂ€rung fordern. Er hoffe TV2 zufolge, das Treffen werde noch im Laufe des Tages oder am Dienstag stattfinden.

Der grönlĂ€ndische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen zeigte sich weniger empört. Es gebe keinen Grund zur Beunruhigung, schrieb Nielsen bei Facebook. Die Ernennung des US-Sondergesandten Ă€ndere nichts an der Tatsache, dass Grönland sein Schicksal selbst in der Hand habe. "Wir kooperieren gerne mit anderen LĂ€ndern, auch mit den USA, aber das muss immer mit Respekt vor uns und unseren Werten und WĂŒnschen geschehen", schrieb Nielsen.

Das in der Arktis gelegene Grönland ist zu vier FĂŒnfteln mit Eis bedeckt und sechsmal so groß wie Deutschland, hat aber nur knapp 57.000 Einwohner. Die Insel ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich DĂ€nemark.

@ dpa.de