DĂ€nemark, Trumps

DÀnemark verbittet sich Trumps Anspruch auf Grönland

05.01.2026 - 05:29:26

DĂ€nemark, Schweden, Norwegen und Finnland haben einen erneut von US-PrĂ€sident Donald Trump geĂ€ußerten Gebietsanspruch auf Grönland deutlich zurĂŒckgewiesen.

DĂ€nemarks Regierungschefin Mette Frederiksen erklĂ€rte, die Vereinigten Staaten hĂ€tten "ĂŒberhaupt kein Recht" einen Teil der dĂ€nischen Staatsgemeinschaft zu annektieren. Sie rief die USA dazu auf, "mit den Drohungen aufzuhören gegen einen historisch engen VerbĂŒndeten und gegen ein anderes Land und ein anderes Volk, das deutlich gesagt hat, dass es nicht zum Verkauf steht".

Die Regierungschefs von Schweden und Norwegen sowie Finnlands PrĂ€sident stellten sich öffentlich hinter Frederiksens ErklĂ€rung. Norwegens MinisterprĂ€sident Jonas Gahr Store schrieb auf der Plattform X: "Grönland ist ein integraler Teil des Königreichs DĂ€nemark. Norwegen steht in voller SolidaritĂ€t an der Seite des Königreichs DĂ€nemarks." Schwedens Ulf Kristersson teilte mit: "Nur DĂ€nemark und Grönland haben das Recht, ĂŒber Angelegenheiten, die DĂ€nemark und Grönland betreffen, zu entscheiden." Er fĂŒgte hinzu: "Schweden steht voll und ganz hinter seinem Nachbarland."

Finnlands PrĂ€sident Alexander Stubb, dem ein besonderer Draht zum US-PrĂ€sidenten nachgesagt wird, schrieb: "Niemand entscheidet fĂŒr Grönland und DĂ€nemark außer Grönland und DĂ€nemark selbst."

Umstrittener Beitrag nach dem US-MilitÀreinsatz in Venezuela

DĂ€nemark, seine skandinavischen NachbarlĂ€nder und die USA sind allesamt Nato-BĂŒndnispartner. Die jĂŒngsten diplomatischen Verstimmungen schienen nach dem US-MilitĂ€reinsatz in Venezuela zunĂ€chst von einem Social-Media-Beitrag ausgelöst worden zu sein. In einem Post auf X von Ex-Regierungsberaterin und Influencerin Katie Miller war eine Karte Grönlands in den Farben der US-Flagge zu sehen. Dazu schrieb sie in Großbuchstaben ein einziges Wort: "BALD". Katie Miller hat ĂŒber ihren Mann, Trumps Vize-Stabschef Stephen Miller, noch immer enge Beziehungen ins Weiße Haus.

US-PrÀsident Donald Trump sagte dem Magazin "Atlantic" kurze Zeit spÀter: "Wir brauchen Grönland absolut." Die Insel sei "umzingelt von russischen und chinesischen Schiffen", behauptete er. Trump hatte schon öfter damit gedroht, Grönland den USA einzuverleiben. Auch militÀrische Mittel schloss er nicht aus.

Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen hatte sich zuvor bemĂŒht, die Wogen zu glĂ€tten. "Lassen Sie mich zunĂ€chst ganz ruhig und ganz klar sagen, dass es weder Grund zur Panik noch zur Beunruhigung gibt", schrieb er auf Facebook. "Unser Land steht nicht zum Verkauf, und unsere Zukunft wird nicht durch BeitrĂ€ge in sozialen Medien entschieden." Grönland ist ein autonom verwaltetes Gebiet in der Arktis, das zu DĂ€nemark gehört.

@ dpa.de