Bremer Airbus-Werk liefert viertes Modul fĂŒr Mondlandung
10.11.2025 - 16:32:35Das vierte EuropĂ€ische Servicemodul (ESM) fĂŒr das Orion-Raumschiff soll am Wochenende mit dem Schiff nach Florida gebracht werden, wie das Unternehmen mitteilte. Mit dem Raumschiff sollen Astronauten zum ersten Mal seit den 1970er Jahren auf die MondoberflĂ€che zurĂŒckkehren.
Lebenswichtig fĂŒr Astronauten
Das Modul soll das US-Raumschiff Orion und seine Besatzung wÀhrend des Flugs mit Strom, Wasser und Sauerstoff versorgen. Experten der Raumfahrtbehörde Nasa werden das Bauteil nun testen und unterhalb der Astronautenkapsel installieren. Beide Teile bilden zusammen das Orion-Raumschiff.
Bei der Artemis-IV-Mission sollen nach mehr als 50 Jahren wieder Astronauten die OberflĂ€che des Mondes betreten und dort auch lĂ€nger bleiben. Sie sollen in der ersten Mondraumstation ĂŒberhaupt, dem sogenannten Gateway, leben und arbeiten. So sollen neue wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen und bemannte Missionen zum Mars vorbereitet werden.
ESA möchte Modul weiterentwickeln
Airbus baut das Modul im Auftrag der EuropĂ€ischen Weltraumorganisation (Esa), die neben der amerikanischen Mission auch eigene PlĂ€ne verfolgt. "Wir wollen bis 2040 den Mond verstehen", sagte Daniel Neuenschwander, Direktor fĂŒr bemannte und robotergestĂŒtzte Exploration bei der Esa. Experten sollen den Mond wissenschaftlich untersuchen, kritische Infrastruktur aufbauen und so lĂ€ngere Aufenthalte von EuropĂ€ern auf dem Mond ermöglichen.
Dabei setzt die Esa auch auf die Bremer Technik. "Wir wollen ESM weiterentwickeln", kĂŒndigte Neuenschwander an. FĂŒr Airbus ist das ein wichtiges Signal, denn die Allianz mit Amerika droht zu zerbrechen. Bisher ist nur die Finanzierung des fĂŒnften Moduls gesichert. Das Unternehmen geht zwar nach eigenen Angaben davon aus, dass eines Tages auch das sechste Modul nach Amerika geliefert werden wird. Wie es mit den PlĂ€nen fĂŒr das siebte, achte und neunte Modul weitergeht, ist jedoch noch unklar.

