POLITIK/ ROUNDUP: EU-Parlament: Freiwillige 'Chatkontrolle' vorerst verlÀngern
11.03.2026 - 19:56:55 | dpa.deDie Abgeordneten in StraĂburg stimmten fĂŒr die abgespeckte Version eines Vorschlags der EuropĂ€ischen Kommission.
Insbesondere wollen sie eine Befristung der Regeln bis zum 3. August 2027 statt bis zum 3. April 2028. AuĂerdem sieht der Vorschlag vor, nur Nutzerinnen und Nutzer zu kontrollieren, die von Justizbehörden als VerdĂ€chtige identifiziert wurden - also nicht mehr grundsĂ€tzlich zu scannen. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarier wollen die MaĂnahmen auch auf Material beschrĂ€nken, das etwa von Strafverfolgungsbehörden als potenzielles Missbrauch-Material gemeldet wurde.
Verhandlungen zwischen den Abgeordneten und den EU-Staaten, die den Kommissionsvorschlag ohne Ănderungen akzeptiert hatten, sollen noch diese Woche beginnen. Erst nach einer Einigung können die Regelungen verlĂ€ngert werden.
WhatsApp, LinkedIn, Google und Co. nutzen Ausnahme
Die befristete Ausnahme von europĂ€ischen Datenschutzregeln erlaubt es Messengerdiensten wie WhatsApp, NachrichtenverlĂ€ufe zu scannen, um verbotene Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch aufzuspĂŒren und zu melden. Von dieser temporĂ€ren Regelung machen auch die Tech-Unternehmen Google und Microsoft sowie die Online-Plattform LinkedIn Gebrauch. Nach der bisherigen Vereinbarung lĂ€uft die Ausnahme am 3. April aus.
Eigentlich will die EU eine langfristige Lösung fĂŒr gesetzliche Vorgaben zum Schutz von Kindern im Internet finden. Die Verhandlungen dazu laufen jedoch noch. Die EU-Staaten wollen die Ausnahmereglung gerne dauerhaft machen.
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