Forvia, FR0000121147

Das modularisierte Cockpit von Forvia - Faurecia formt den Innenraum neu

Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 07:34 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Modularisierte Cockpit-Plattform von Forvia ermöglicht OEMs flexible Innenraumkonzepte mit integrierter Ambientebeleuchtung und HMI-Bedienfeldern. Wer Forvia (Faurecia) Aktien (ISIN FR0000121147) hält, sollte dieses Produkt kennen.

Geometrisches Bauhaus-Poster mit Kreisen, Dreiecken und Schriftzug AUTO SUPPLIER
Bauhaus-Poster mit geometrischen Formen und Sektortext AUTO SUPPLIER symbolisiert Branche von Forvia SE, ISIN FR0000121147, Illustration mit AI erstellt.

Die modularisierte Cockpit-Plattform von Forvia liegt wie eine breite, noch nackte Armauflage vor dem Fahrer, die Oberfläche leicht strukturiert, die integrierten Leuchtstreifen noch dunkel. Ein Entwickler bei Forvia, der Interior-Designer Jean Dupont, tippt auf das HMI-Panel, die Lichtsignatur fährt sanft hoch und legt ein klares Konturenband über die gesamte Breite des Innenraums.

Flexible Architektur für verschiedene Fahrzeugklassen

Forvia positioniert die modularisierte Cockpit-Plattform als Bausteinsystem für mehrere Fahrzeugsegmente, vom kompakten Stadtfahrzeug bis zum Premium-SUV. Die Struktur besteht aus einem tragenden Querträger, auf dem Oberflächen, Anzeigen und Bedienelemente in unterschiedlichen Konfigurationen montiert werden können, ohne die zentrale Crashstruktur neu zu entwickeln. Der Hersteller beschreibt diese Plattform als "modular cockpit architecture" und hebt die Möglichkeit hervor, einzelne Module je nach OEM-Design schnell zu tauschen.

Auf der offiziellen Website von Forvia wird ausgeführt, dass diese Cockpit-Lösungen unter dem Interior-Geschäftsbereich laufen und auf Leichtbau und Integration von Elektronik zielen, um Gewicht zu sparen und gleichzeitig mehr Funktionen unterzubringen. Die Plattform ist Teil des größeren Innenraum-Portfolios, zu dem Instrumententafelträger, Dekorpaneele, Mittelkonsole und Türverkleidungen gehören, alles abgestimmt auf unterschiedliche Trim-Level, vom Basisfahrzeug bis zur gehobenen Linie. Die modulare Cockpit-Plattform dient dabei als zentrales Bindeglied, an dem die anderen Komponenten andocken.

Vertiefen & einordnen

Forvia Innenraumgeschäft und die Rolle des Cockpits

Wer die modularisierte Cockpit-Plattform von Forvia besser einordnen will, kann sich Basisdaten und Nachrichten zur Forvia Aktie sowie Unternehmensangaben ansehen.

Licht, Haptik und Anzeige im Paket

Die Cockpit-Plattform ist nicht nur ein mechanischer Träger, sondern bündelt mehrere Innenraumfunktionen. Forvia integriert nach eigenen Angaben Ambientebeleuchtung, Touch- und haptische Bedienelemente sowie Displays in einer gemeinsamen Architektur, sodass Licht, Haptik und Anzeige aufeinander abgestimmt sind. In Presseunterlagen betont CEO Patrick Koller, dass der Innenraum zum zentralen Differenzierungsmerkmal für Automarken wird und dass modulare Cockpits die Entwicklung beschleunigen können, weil OEMs weniger Grundarchitektur anpassen müssen.

Wenn man mit der Hand über die obere Zierleiste streicht, ist die leichte Körnung der Oberfläche spürbar, die an gebürsteten Kunststoff erinnert und je nach Ausführung mit Folien, Lack oder Textil-Oberflächen belegt wird. Unter dieser Oberfläche sitzen Lichtleiter, die verschiedene Farbszenarien darstellen können. Gleichzeitig sind HMI-Module platzierbar, die kapazitive Tasten, Slider oder Rotary-Controller mit taktilem Feedback bereitstellen, je nachdem, welche Bedienlogik der Fahrzeughersteller bevorzugt.

Modularisierung als Antwort auf Modellvielfalt

Forvia verweist in seinen Präsentationen auf die wachsende Modellvielfalt bei Fahrzeugherstellern, die ähnliche Grundtechnik in unterschiedliche Karosserieformen und Preissegmente bringen. Die Cockpit-Plattform soll diese Vielfalt unterstützen, indem die Basisstruktur gleich bleibt und nur die sichtbaren Module variieren. Das erleichtert nach Angaben des Unternehmens die Industrialisierung und gibt OEMs die Möglichkeit, mit einem Baukasten mehrere Marken und Derivate abzudecken.

Für die Fertigung bedeutet das, dass der Instrumententafelträger und die zentrale Cockpitstruktur als standardisierte Komponente laufen, während Dekore, Beleuchtungslinien und Bedienfelder erst in späten Produktionsphasen zugeordnet werden können. In verschiedenen Fachartikeln wird hervorgehoben, dass solche Ansätze helfen, Werkzeuge effizienter zu nutzen und Umrüstzeiten in der Produktion zu verkürzen, weil weniger komplett neue Dashboards entwickelt werden müssen, wenn ein Facelift oder ein neues Derivat ansteht.

Technische Basis und Werkstoffe

Die modulare Cockpit-Plattform basiert typischerweise auf einer Kombination aus Metall- oder Verbund-Trägerstruktur und Kunststoffbauteilen. Forvia arbeitet laut Unternehmensangaben mit leichten Werkstoffen und versucht, den Materialeinsatz zu reduzieren, um Gewicht und Kosten zu senken. Dazu kommen Recyclingmaterialien und biobasierte Kunststoffe, die in Dekorpaneelen oder Trägern eingesetzt werden können, sofern OEM-Spezifikationen das zulassen. Das Unternehmen knüpft diese Innenraumstrategie an seine übergeordneten Nachhaltigkeitsziele.

Technisch gesehen beherbergt die Cockpit-Plattform Befestigungspunkte für Airbags, Lenksäulen und Instrumentencluster, sodass sicherheitsrelevante Komponenten mit den sichtbaren Innenraumteilen eine Einheit bilden. Gleichzeitig ist die Elektronik für Beleuchtung und Bedienfelder in eigene Module ausgelagert, die über Bussysteme mit dem restlichen Bordnetz verbunden werden. In Produktkommunikation betont Forvia, dass die modulare Architektur auch für neue Funktionen ausgelegt ist, etwa für künftige HMI-Konzepte mit größeren Bildschirmen oder erweiterten Lichtfunktionen, wie sie in Konzeptfahrzeugen bereits gezeigt werden.

Bedienkonzept: HMI-Module statt festem Layout

Ein zentrales Element der Cockpit-Plattform sind die Bedieneinheiten, die Forvia als HMI-Module versteht. Diese können in verschiedenen Formen gestaltet werden und sind auf definierte Einbaupositionen ausgelegt, etwa in der Mittelkonsole, im oberen Cockpit oder an der Fahrertür. Statt jede Instrumententafel mit einer festen Knopf- und Schalteranordnung zu bauen, setzt Forvia darauf, Bedienfelder als austauschbare Module zu realisieren. OEMs können so leichter zwischen Touch-Flächen, klassischen Tasten oder kombinierten Lösungen wechseln.

Interior-Managerin Sophie Martin aus dem Forvia-Team erklärt in einem Interview, dass vor allem die Balance zwischen Touch-Bedienung und haptischem Feedback eine Rolle spielt. Rein glatte Oberflächen sind zwar optisch reduziert, stoßen aber bei Nutzern häufig auf Skepsis, wenn Feedback fehlt. Die Cockpit-Plattform bietet deshalb die Möglichkeit, haptische Strukturen mit hinterleuchteten Ikonen zu kombinieren oder zusätzliche taktile Rückmeldungen über Vibration oder Klick-Mechanik zu implementieren, ohne die Grundstruktur zu ändern.

Ambientebeleuchtung als Gestaltungsebene

Die Ambientebeleuchtung ist fester Bestandteil des Cockpit-Baukastens. Forvia setzt auf Lichtleiter und LED-Module, die entlang der Instrumententafel, der Türverkleidungen und der Mittelkonsole geführt werden können. Farbwechsel, Helligkeitsstufen und Szenarien sind softwaregesteuert, die Hardware bleibt weitgehend gleich. OEMs können so unterschiedliche Lichtsignaturen definieren, etwa eine betonte Linie im Fahrerbereich oder ein umlaufendes Band für die Passagiere, ohne jedes Mal eigene Lichtsysteme zu entwickeln.

Im Fahrbetrieb sorgt die Beleuchtung für eine zusätzliche Ebene der Markeninszenierung. Eine Herstellerflotte kann zum Beispiel eine bestimmte Lichtfarbe mit Sport-Modi verknüpfen oder das Interieur bei Nachtfahrten sanft ausleuchten, ohne den Fahrer zu blenden. In der Cockpit-Plattform sind diese Lichtoptionen schon in der Architektur angelegt, sodass nur die Software-Anpassungen für jedes Modell variiert werden müssen. Das reduziert Entwicklungsaufwand und erleichtert Updates über die Lebensdauer eines Fahrzeugs.

Integration mit Türverkleidungen und Mittelkonsole

Die modulare Cockpit-Plattform ist Teil eines größeren Innenraumsystems. Forvia betont, dass Instrumententafel, Türverkleidungen und Mittelkonsole möglichst nahtlos ineinandergreifen sollen. Die Cockpit-Architektur dient als Dreh- und Angelpunkt, an dem Übergänge zu Türen und Mittelkonsolen definiert werden. Die Designer legen dabei Wert darauf, dass Linienführung und Materialwechsel sich stimmig über den Innenraum ziehen, damit das Cockpit nicht wie ein isoliertes Bauteil wirkt.

In der Praxis heißt das, dass Systeme wie Ambientebeleuchtung und Dekorpaneele über die Plattform hinausverlängert werden. Eine Lichtlinie kann von der Instrumententafel über die Türinnenseite laufen, während die Bedienfelder in Mittelkonsole und Cockpit ähnliche visuelle Sprache sprechen. Innenraum-Entwickler bei Forvia arbeiten dafür mit OEM-Designteams zusammen, um Markenanforderungen in modulare Lösungen zu übersetzen, die trotz Baukastencharakter nicht nach Standardteil aussehen.

OEM-Perspektive: Variantenmanagement und Marke

Für Fahrzeughersteller ist die Cockpit-Plattform ein Werkzeug für Variantenmanagement. Statt jedes Modell von Grund auf mit eigenem Innenraum zu entwickeln, können sie auf eine gemeinsame technische Basis zurückgreifen und über Dekore, Licht, Displays und HMI-Module differenzieren. Das ist besonders bei Konzernen mit mehreren Marken relevant, bei denen ähnliche Technik im Hintergrund arbeitet, die Innenräume aber unterschiedliche Markenidentitäten zeigen müssen.

Ein Beispiel ist ein Konzern, der ein Kompaktmodell und ein SUV auf derselben Plattform anbietet. Mit der modularen Cockpit-Basis lassen sich beide Fahrzeuge mit ähnlichen Grundlayouts ausstatten, während die sichtbaren Komponenten, etwa Holzdekor, Aluminium-Optik oder sportliche Einlagen, je nach Marke wechseln. Die Cockpit-Plattform von Forvia liefert das Rückgrat, auf dem diese Variation aufsetzt, und hilft den OEMs, Entwicklungszeit zu sparen, weil nur neue Module getestet und freigegeben werden müssen, statt komplette Dashboards.

Sicherheit und Crashverhalten

Innenraumteile sind nicht nur Designobjekte, sondern Teil der Sicherheitsarchitektur eines Fahrzeugs. Die modulare Cockpit-Plattform muss Airbag-Auslöser, Lenksäulenverankerung und Crashenergie-Management unterstützen. Forvia hebt hervor, dass die Plattform entsprechend den jeweiligen OEM-Sicherheitsanforderungen entwickelt und getestet wird. Dazu gehören Crashsimulationen und physische Tests, bei denen überprüft wird, wie die Instrumententafelträger bei Frontalaufprallen reagieren.

Auf technischer Ebene bedeutet das, dass die Struktur um definierte Zonen herum gestaltet wird, in denen Airbags und andere Sicherheitskomponenten eingebettet sind. Die modularen Oberflächen und HMI-Module dürfen diese Zonen nicht beeinträchtigen. Die Cockpit-Plattform wird deshalb mit klaren Vorgaben entwickelt, welche Bereiche veränderbar sind und welche nicht. In Sicherheitsdokumentationen und Zusammenarbeit mit OEMs stellt Forvia sicher, dass Designfreiheit nicht zulasten der Schutzwirkung geht.

Nachhaltigkeit und Materialkreislauf

Forvia verbindet die Innenraumstrategie mit Nachhaltigkeitszielen. Die Cockpit-Plattform soll laut Unternehmensinformationen mit leichteren und zum Teil recycelten Materialien arbeiten, um den CO?-Fußabdruck pro Fahrzeug zu senken. Auch der modulare Ansatz trägt zur Nachhaltigkeit bei, weil er Wiederverwendung von Teilen und einfachere Anpassungen über Modellzyklen hinweg ermöglicht. Wenn weniger neue Grundstrukturen entwickelt werden müssen, sinkt der Bedarf an neuen Werkzeugen und Materialien.

Beim Blick auf Dekorpaneele und Oberflächen erwähnt Forvia den Einsatz von recycelten Kunststoffen und biobasierten Materialien, etwa in Trägern oder Zierleisten. Diese Werkstoffe sollen die Umweltbelastung reduzieren, gleichzeitig aber robuste Haptik und hochwertige Optik bieten. Innenraumdesigner wie Jean Dupont sprechen davon, dass die Herausforderung darin besteht, nachhaltige Materialien so zu gestalten, dass sie sich beim Anfassen und Aussehen nicht als Kompromiss anfühlen, sondern als selbstverständlicher Bestandteil moderner Fahrzeuge.

Industrialisierung und Fertigungsnetzwerk

Die modulare Cockpit-Plattform ist auf globale Fertigung ausgelegt. Forvia betreibt Innenraumwerke in verschiedenen Regionen und richtet die Produktion so ein, dass Cockpit-Basisstrukturen und Module nahe bei OEM-Werken gefertigt und montiert werden können. Das reduziert Logistikwege und ermöglicht Just-in-Sequence-Lieferungen, bei denen Innenraumteile in der Reihenfolge der Fahrzeugproduktion an die Bänder kommen.

Im Fertigungsalltag bedeutet der modulare Ansatz, dass Basisbauteile in größeren Stückzahlen hergestellt und gelagert werden, während spezifische Dekore und HMI-Module kurz vor der Auslieferung montiert werden. Die Cockpit-Plattform ermöglicht damit flexible Auslastung, weil Standardteile mehrere Programme bedienen können. Gleichzeitig müssen Qualitätsstandards eingehalten werden, damit unterschiedliche Module in derselben Grundstruktur ohne sichtbare Toleranzprobleme zusammenpassen. Fertigungsingenieure bei Forvia entwickeln dafür Montagekonzepte, die die Variabilität kontrollierbar halten.

Innenraum-Erlebnis für Fahrende und Mitfahrende

Aus Nutzersicht zeigt sich die modulare Cockpit-Plattform vor allem im Zusammenspiel von Licht, Materialien und Bedienfeldern. Wenn ein Fahrer die Hand an die weich gepolsterte Armauflage legt und sich die Lichtlinie entlang der Instrumententafel in einer dezenten Farbe einschaltet, entsteht ein definierter Raumeindruck. Die Cockpit-Plattform entwickelt diese Szene nicht nur für ein bestimmtes Modell, sondern als Baukasten, aus dem viele Fahrzeuge ihr Innenraum-Erlebnis beziehen.

Passagiere spüren die Auswirkungen an Details wie Griffmulden, Oberflächen und Sichtfeldern. Eine modulare Cockpit-Struktur kann etwa dafür sorgen, dass selbst kleinere Fahrzeuge eine klare Linienführung und konsistente Haptik bieten, obwohl sie nicht im Premiumsegment unterwegs sind. Gleichzeitig erlaubt der Baukasten, dass Marken im oberen Preissegment zusätzlich hochwertige Materialien und ausgefeiltere Lichtinszenierungen einsetzen, ohne die technische Basis komplett neu zu denken.

Digitale Entwicklung und virtuelle Prototypen

Forvia nutzt digitale Tools für die Entwicklung der Cockpit-Plattform. Innenraumdesigner und Ingenieure arbeiten mit virtuellen Prototypen, in denen Module, Linienführung und Lichtgestaltung simuliert werden, bevor physische Muster entstehen. Das ermöglicht schnelle Iterationen und frühe Abstimmung mit OEM-Designteams. Änderungen an HMI-Layouts oder Lichtsignaturen können im virtuellen Raum getestet werden, sodass die modulare Architektur schon vor Bauteilfertigung belastbare Daten liefert.

In der Praxis bedeutet das, dass etwa ein neues Touch-Panel für die Mittelkonsole nicht mehr als komplett neues Bauteil in das System eingeführt wird, sondern als Variation eines bestehenden Moduls. Entwicklungszeiten verkürzen sich, weil Schnittstellen und Befestigungspunkte bekannt sind. Die Cockpit-Plattform bildet das digitale und physische Gerüst, in dem solche Varianten vertestet und vorbereitet werden, bevor sie in Serienfahrzeugen landen.

Marktanbindung und OEM-Projekte

Die modulare Cockpit-Plattform von Forvia ist im Markt kein theoretisches Konzept, sondern Bestandteil konkreter Fahrzeugprojekte. In Unternehmenkommunikation werden zwar aus partnerschaftlichen Gründen keine vollständigen Fahrzeuglisten genannt, doch die Plattform ist für Volumenmodelle und auch für höherklassige Fahrzeuge ausgelegt. OEMs können Elemente daraus in unterschiedlichen Projekten einsetzen und beispielsweise Ambientebeleuchtung, HMI-Module und Dekore in einer konsistenten Sprache gestalten.

Patrick Koller betont, dass der Innenraum bei elektrisch angetriebenen Fahrzeugen eine neue Rolle spielt, weil Geräusche und Vibrationen im Antriebsstrang zurückgehen und Nutzer mehr Wert auf Atmosphäre und Bedienbarkeit legen. Die modulare Cockpit-Plattform ist darauf ausgerichtet, diese Innenräume mit Licht, Material und HMI zu prägen, während zugleich technische Anforderungen, wie Unterbringung von Displays für Fahrinformationen und Infotainment, erfüllt werden. Das System unterstützt damit den Übergang der Fahrzeugindustrie hin zu stärker innenraumorientierten Markenerlebnissen.

Langfristige Perspektive und Software-Integration

Die Cockpit-Plattform ist nicht statisch, sondern entwickelt sich weiter. Forvia sieht die Innenraumarchitektur künftig stärker mit Software verbunden. Ambientebeleuchtung, HMI-Layouts und sogar Teile der Anzeige können per Software-Update angepasst werden, während die Hardware-Basis gleich bleibt. Das bedeutet, dass Fahrzeuge über ihre Lebensdauer neue Innenraumerlebnisse erhalten können, ohne physische Teile auszutauschen, sofern die Cockpit-Plattform entsprechend ausgelegt ist.

Aus Sicht von Nutzerinnen und Nutzern kann das bedeuten, dass ihr Fahrzeug nach einigen Jahren ein neues Lichtdesign oder aktualisierte Bedienlogik bekommt, etwa angepasste HMI-Icons oder andere Farbthemen. Die modulare Cockpit-Struktur stellt sicher, dass die Hardware diese Updates tragen kann, etwa durch ausreichend dimensionierte Lichtleiter oder flexible HMI-Module. Forvia verknüpft damit sein Innenraumgeschäft mit der breiteren Entwicklung hin zu softwaredefinierten Fahrzeugen.

Innenraumteile im Forvia-Portfolio und Börsenbezug

Die modulare Cockpit-Plattform reiht sich ein in ein umfangreiches Innenraumportfolio von Forvia. Neben Cockpit-Strukturen und Instrumententafelträgern liefert das Unternehmen Türverkleidungen, Mittelkonsolen und Sitzkomponenten sowie Dekorelemente. Für die Umsatzstruktur von Forvia ist das Interior-Geschäft ein wesentlicher Block, der zusammen mit anderen Geschäftsfeldern wie Sitzsystemen und Emissionskontrolle den Konzern trägt. Das Cockpit-Baukastensystem ist eines der Produkte, mit denen Forvia sich im Wettbewerb um Innenraumlieferungen positioniert.

Für Anlegerinnen und Anleger spielt das Innenraumsegment eine Rolle, weil es in den Geschäftsberichten als eigenständiger Bereich auftaucht. Die Forvia Aktie wird an der Euronext in Paris gehandelt, der Kurs reagiert unter anderem auf die Entwicklung des Interior-Geschäfts und die Auftragslage mit OEMs. Konkrete Kursziele oder Empfehlungen gehören jedoch nicht in diese Produktbetrachtung; hier zählt, dass die modulare Cockpit-Plattform ein Baustein der Innenraumsparte ist, die zum Umsatz von Forvia beiträgt.

Fakten zur modularisierten Cockpit-Plattform von Forvia

  • Produkt: Modularisierte Cockpit-Plattform
  • Hersteller: Forvia SE (vormals Faurecia SE)
  • Kategorie: Innenraumteile / Cockpit-Systeme
  • Markteinführung: Seit Mitte der 2010er Jahre schrittweise in OEM-Projekten integriert
  • UVP / Preis: Industrielles B2B-System, Preise projekt- und OEM-spezifisch
  • Verfügbarkeit: Serienprojekte mit internationalen Fahrzeugherstellern, Fertigung in verschiedenen Regionen
  • Zielgruppe: OEMs und Fahrzeugkonzerne mit Bedarf an skalierbaren Innenraumarchitekturen
  • Besonderheit / USP: Kombination aus modularer Grundstruktur für Cockpits, integrierter Ambientebeleuchtung und flexibel gestaltbaren HMI-Modulen für unterschiedliche Fahrzeugsegmente

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