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Supreme Court: Zweifel an Entlassung von Fed-Direktorin Cook

21.01.2026 - 20:14:03

Das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten hat deutliche Zweifel am Versuch von US-PrÀsident Donald Trump, die US-Notenbank-VorstÀndin Lisa Cook sofort zu entlassen.

Bei einer fast zweistĂŒndigen Anhörung Ă€ußerten Richterinnen und Richter aus beiden politischen Lagern Skepsis gegenĂŒber den VorwĂŒrfen der Regierung und betonten die besondere verfassungsrechtliche Stellung und UnabhĂ€ngigkeit der Federal Reserve.

Trump begrĂŒndet den Entlassungsversuch mit dem Vorwurf, Cook habe vor ihrem Amtsantritt bei HypothekengeschĂ€ften falsche Angaben gemacht. Sie weist die Anschuldigungen zurĂŒck. Der PrĂ€sident hatte dabei versucht, Cook bereits wĂ€hrend des laufenden Gerichtsverfahrens aus dem Amt zu entfernen. Bundesgerichte entschieden jedoch, dass sie bis zu einer KlĂ€rung weiterarbeiten darf. Im vergangenen Monat wandte sich Trump daraufhin mit einem Eilantrag an den Supreme Court, um die sofortige Entlassung der Notenbank-VorstĂ€ndin durchzusetzen.

GrundsĂ€tzliche Frage ĂŒber Trumps Machtbefugnisse

Hinter der Personaldebatte steht die grundsĂ€tzliche Frage, inwieweit ein US-PrĂ€sident Einfluss auf die gesetzlich unabhĂ€ngige US-Zentralbank nehmen darf und ob Trump mit seinem Entlassungsversuch die Grenzen seiner Macht ĂŒberschritten hat. Trump geht es vor allem um die Senkung des Leitzinses.

Cook ist eines von sieben Mitgliedern des Fed-Vorstands. Diese werden vom PrĂ€sidenten vorgeschlagen und anschließend vom Senat bestĂ€tigt. Zuletzt wurde auch Stephen Miran, ein frĂŒherer Trump-Berater, in das Gremium berufen. Sollte Trump Cook tatsĂ€chlich entlassen dĂŒrfen, könnte er einen weiteren Sitz im Fed-Vorstand nach seinen Vorstellungen besetzen und damit zusĂ€tzlichen Einfluss auf den geldpolitischen Kurs der wichtigsten Zentralbank der Welt gewinnen.

@ dpa.de