DĂ€nische Post stellt Briefzustellung zum Jahresende ein
06.03.2025 - 11:54:03In dem Zusammenhang sollen rund 1.500 Stellen gestrichen und sÀmtliche öffentliche BriefkÀsten im Land abgebaut werden, wie das Unternehmen mitteilte, dessen alleinige Anteilseigner der dÀnische und der schwedische Staat sind.
DÀnemark sei weltweit eines der am stÀrksten digitalisierten LÀnder, und die Zahl der versendeten Briefe sei seit dem Jahr 2000 um 90 Prozent gesunken, hieà es in der Mitteilung. Deshalb wolle sich Postnord in DÀnemark in Zukunft auf die Zustellung von Paketen konzentrieren.
Brief-Porto innerhalb DĂ€nemarks kostet knapp vier Euro
Schon in den vergangenen Jahren wurde die Briefzustellung in DĂ€nemark immer weiter abgebaut und verteuert. Heute liegt das gĂŒnstigste Porto fĂŒr einen Brief innerhalb DĂ€nemarks mit einer Lieferzeit von bis zu fĂŒnf Tagen bei knapp vier Euro. Einen Brief oder eine Postkarte ins Ausland zu verschicken, beispielsweise ins Nachbarland Deutschland, kostet umgerechnet 6,70 Euro.
Nicht nur in DĂ€nemark ist das BriefgeschĂ€ft rĂŒcklĂ€ufig: Die Deutsche Post gab am Donnerstag bekannt, bis zum Jahresende 8.000 Stellen in dem Bereich abbauen zu wollen. Und auch in Deutschland werfen die Postboten schon heute seltener Briefe ein als frĂŒher. Ebenso plĂ€diert die Royal Mail in GroĂbritannien seit lĂ€ngerem dafĂŒr, nicht mehr an allen Wochentagen Briefe austragen zu mĂŒssen.
Briefversand in DĂ€nemark ĂŒber andere Logistiker möglich
In DĂ€nemark werden die Zusteller von Postnord die letzten Briefe am 30. Dezember 2025 einwerfen. Das bedeutet aber nicht, dass die DĂ€nen ĂŒberhaupt keine Briefe mehr verschicken können. Es gibt weitere Logistikunternehmen, die auch Briefsendungen anbieten, unter anderem den kleineren Anbieter DAO.
Das Logistikunternehmen Postnord entstand 2009 aus dem Zusammenschluss des staatlichen dÀnischen Postunternehmens Post Danmark und dem schwedischen Posten AB. Dem dÀnischen Staat gehören 40 Prozent der Postnord-Aktien, dem schwedischen Staat 60 Prozent. Der dÀnische Unternehmensbereich beschÀftigt heute etwa 4.600 Mitarbeiter.

