US-MilitÀr: Iranische Angriffe in der Golfregion abgewehrt
Veröffentlicht am: 03.06.2026 um 06:19 Uhr | dpa.deMehrere ballistische Raketen und Drohnen seien abgefangen worden, teilte das fĂŒr den Nahen Osten zustĂ€ndige Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. Als Reaktion auf Irans Angriffe seien zudem "SelbstverteidigungsschlĂ€ge" auf eine iranische MilitĂ€reinrichtung auf der Insel Qeschm in der StraĂe von Hormus durchgefĂŒhrt worden. Die Angaben des US-MilitĂ€rs lieĂen sich zunĂ€chst nicht unabhĂ€ngig ĂŒberprĂŒfen.
Unmittelbar zuvor hatten Kuwait und der Inselstaat Bahrain Angriffe mit Raketen und Drohnen gemeldet. Die beiden Staaten am Persischen Golf beherbergen wichtige US-MilitĂ€rstĂŒtzpunkte. Nach US-Angaben verfehlten die jĂŒngsten Angriffe ihre Ziele, entweder weil Raketen nicht funktionierten oder weil sie von der Luftabwehr abgefangen wurden.
Das US-MilitĂ€r teilte weiter mit, es seien drei vom Iran auf zivile Schiffe abgefeuerte Drohnen abgeschossen worden. Die Schiffe hĂ€tten sich rechtmĂ€Ăig in den GewĂ€ssern der Region befunden. Das US-MilitĂ€r stehe auch wĂ€hrend der aktuellen Waffenruhe weiter bereit, iranische Aggressionen abzuwehren, erklĂ€rte Centcom.
US-Angriff auf Ăltanker als Anlass der jĂŒngsten Angriffe?
Der Grund fĂŒr den jĂŒngsten Schlagabtausch trotz Waffenruhe und laufender Verhandlungen fĂŒr ein Kriegsende schien ein Einsatz des US-MilitĂ€rs vom Dienstag gewesen zu sein. Das US-MilitĂ€r hatte vor der fĂŒr Irans Ălexport wichtigen Insel Kharg nach eigenen Angaben einen unbeladenen Ăltanker angegriffen, der versucht haben soll, einen iranischen Hafen anzulaufen. Das Schiff sei mit einer Rakete auĂer Gefecht gesetzt worden.
Ein iranischer MilitĂ€rsprecher bestĂ€tigte auf X VergeltungsschlĂ€ge durch die Revolutionsgarden, der Elitestreitmacht der Islamischen Republik. Man habe gewarnt, "dass jede Aggression eine andere und entschiedenere Reaktion nach sich ziehen wĂŒrde, und wir haben diese auch umgesetzt. Diese Reaktionen sollten eine Lehre sein", hieĂ es. Jede Bedrohung der Sicherheit der StraĂe von Hormus werde das US-MilitĂ€r "teuer zu stehen kommen", warnte der MilitĂ€rsprecher.
